A N T R A G 

 Hamburg, den 11.02.1998

Betr.:  Maßnahmen gegen den Drogenhandel in der und um die Asylbewerberunterkunft Dehnhaide

 

Ausweislich der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der CDU-Fraktion im Ortsausschuß Barmbek-Uhlenhorst aus Drucksache 60/97 haben sich die Asylbewerberunterkunft Dehnhaide 127 sowie ihre Umgebung zu einem Brennpunkt des Handels mit bzw. Konsums von Betäubungsmitteln entwickelt. Von Januar bis November 1997 hat die zuständige Polizeiwache in der Wohnunterkunft und deren unmittelbarer Umgebung 119 Betäubungsmitteldelikte registriert. Bei den Dealern handelt es sich größtenteils um Bewohner der Unterkunft. 

Um einer weiteren Verfestigung der Betäubungsmittelkriminalität an diesem Standort entschieden entgegenzutreten, mögliche Fehlreaktionen der Bewohner des Stadtteils zu vermeiden, aber auch um die begonnenen Aktionen der Nachbarschaftshilfe nicht zu gefährden, sind umgehend Maßnahmen gegen den Drogenhandel in der und um die Asylbewerberunterkunft Dehnhaide erforderlich.

 

Die CDU-Fraktion beantragt, die Bezirksversammlung möge beschließen: 

1. sich bei den zuständigen Stellen für eine sofortige Verlegung der als Dealer festgestellten Bewohner der Asylbewerberunterkunft Dehnhaide 127 in verschiedene andere Wohnunterkünfte einzusetzen,

2. den Quartiermeister des Bezirksamtes anzuweisen, die Belegung der Asylbewerberunterkunft Dehnhaide 127 bis auf weiters auszusetzen,

3. im Hinblick auf die rückläufigen Zuzugszahlen von Asylbewerbern eine Aufgabe des Standortes Dehnhaide 127 zu prüfen und der Bezirksversammlung über die Ergebnisse der Prüfung bis zum 30.06.1998 zu berichten.

 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                                   Jens Wolf
Fraktionsvorsitzender