A N T R A G

 Hamburg, den 26.03.1998

Betr.:  Kindertagesstätten 

Viele Kindertagesstätten, die Hamburg dringend benötigt, werden von der nordelbischen Kirche betrieben und derzeit mit der Übernahme von 25% der Kosten mitfinanziert.

Nun sind ca. 10% bzw. 1000 der angebotenen Plätze in ihrem Bestand bedroht, da die nordelbische Kirche sich nicht mehr in der Lage sieht, 25% der Kosten zu übernehmen und der Senat nicht bereit ist, einen größeren Kostenanteil zu übernehmen.

Allein im Bezirk Nord gibt es 24 Kindertagesstätten unter der Trägerschaft der Nordelbischen Kirche. Diese Einrichtungen werden von 1.446 Kindern besucht. 851 dieser Plätze (59%) werden benötigt, um den Rechtsanspruch der Kinder auf einen Kindergartenplatz zu erfüllen.

 

Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU-Fraktion, die Bezirksversammlung möge beschließen: 

Die Bezirksversammlung fordert die Verhandlungspartner (der Hamburgische Senat und das Diakonische Werk) auf, im Sinne des Erhalts dieser Einrichtungen zu verhandeln und sie nicht einer Kraftprobe zum Opfer fallen zu lassen.

Eine Lösung läßt sich nicht aus dem jetzigen Budget des Amtes für Jugend realisieren.

 

Begründung:
Hier geht es nicht nur um Einrichtungen, sondern allein in Hamburg-Nord um 1446 Kinder, die durch die öffentliche Diskussion um ihre Kindertagesstätte fürchten müssen. Hier geht es überwiegend um Frauen, die in ihrer beruflichen Existenz bedroht sind, wenn ihre Kinder nicht mehr betreut werden können. Darüber hinaus muß die Vielfalt der Trägerschaften gewahrt werden und die daraus resultierende Wahlmöglichkeit der Eltern in Hinblick auf die Betreuung der Kinder.

 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                          Elisabeth Voet van Vormizeele
Fraktionsvorsitzender