ANTRAG

Hamburg, den 15.08.1998

Einrichtung einer Polizei-Außenstelle auf dem Dulsberg 

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Dulsbergs, des einkommensschwächsten Stadtteils Hamburgs, sind in den letzten Jahren immer häufiger Täter oder Opfer von Kriminalität geworden. Während zwischen 1995 und 1997 die Gesamtkriminalität in Hamburg um 5,2 %, im Bezirk Nord sogar nur um 1,6 % angestiegen ist, nahm die Zahl der Straftaten auf dem Dulsberg um 18,3 % zu. Bei der Gewaltkriminalität betrug die Steigerung zwischen 1995 und 1997 in ganz Hamburg + 15,7 %, in Hamburg-Nord + 26,1 %. Auf dem Dulsberg hat die Zahl der Gewaltdelikte in diesen Jahren um 90,6 % zugenommen. Seit 1977 besteht auf dem Dulsberg keine eigene Polizeiwache mehr. Zuständig ist die Polizeirevierwache 37, die neben dem Dulsberg auch die flächen- wie bevölkerungsreichen Stadtteile Wandsbek, Marienthal und Wandsbek-Gartenstadt zu betreuen hat. 

Die Schaffung fester Polizeipräsenz vor Ort auf dem Dulsberg dient nicht nur der schnellen Hilfe und Aufklärung bei Straftaten, sondern hat auch eine hohe präventive Wirkung. Kurze Wege, Bürgernähe, die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zur Polizei wären positive Folgen der Einrichtung einer festen Dienststelle der Polizei auf dem Dulsberg.

Die CDU-Fraktion beantragt, die Bezirksversammlung möge beschließen: 

Der Herr Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg für die Einrichtung einer Polizei-Außenstelle der Polizeirevierwache 37 auf dem Dulsberg einzusetzen und hierfür einen geeigneten Standort vorzuschlagen.

 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                                               Jens Wolf
Fraktionsvorsitzender