G R O ß E   A N F R A G E

 Hamburg, den 07.05.1998

Betr.:  Situation der Kinder- und Jugendarbeit auf dem Dulsberg 

Die Lage der Jugendlichen auf dem Dulsberg wird geprägt durch das Fehlen von Angeboten und von Treffpunkten vor Ort sowie finanzielle bedingte Immobilität. Die Kumulation sozialer Probleme – geringer Bildungsstand, Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, zerbrochene Familienverhältnisse, unzureichender Wohnraum – schlägt sich vermehrt nieder in Drogenkonsum, Gewalt und Kriminalität. Vor Ort Tätige beklagen derzeit die Reduzierung des Angebots für Kinder und Jugendliche auf dem Dulsberg seitens des Senats und des Bezirksamtes.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Herrn Bezirksamtsleiter:

 

1. Bevölkerungsstatistik

                 a) Wie viele Kinder und Jugendliche leben auf dem Dulsberg?

b) Wie hoch ist davon der Anteil der 14- bis 18-jährigen?

c) Wie hoch ist davon der Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher?

d) Wie viele der Kinder und Jugendlichen leben von Sozialhilfe?

 

2. Stellenbestand des Hauses der Jugend Alter Teichweg

 

a) Mit wie vielen Stellen ist das Haus der Jugend nominell ausgestattet?

b) Wie viele Stellen sind davon derzeit tatsächlich besetzt?

c) Welche weiteren Entwicklungen des Stellenbestandes sind ab Sommer 1998 zu erwarten?

d) Wie viele Stellen werden langfristig unbesetzt bleiben?

e) Welche Aktivitäten werden unternommen, die freigewordenen Stellen wieder zu besetzen?

f) Gibt es eine Priotitätenliste für Stellenstreichungen bzw. –neubesetzungen im Bereich der Häuser der Jugend?

 

3. Angebote des Hauses der Jugend Alter Teichweg

          

a) Inwieweit wurden die Öffnungszeiten des Hauses der Jugend in 1997 und 1998 verändert

b) Sind weitere Veränderungen der Öffnungszeiten geplant?

c) In welchem Umfang findet noch Mädchenarbeit statt?

d) Welche sonstigen Angebote sind in 1997 und 1998 in welchem Umfang eingeschränkt worden?

e) Sind bereits Kinder oder Jugendliche im Haus der Jugend aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten abgewiesen worden?

 

4. Straßensozialarbeit Dulsberg/Barmbek-Nord

                

a) Welches Gebiet hat die auch auf dem Dulsberg tätige Straßensozialarbeit zu betreuen (Straßengrenzen)?

b) Mit wie vielen Stellen ist die Straßensozialarbeit auf dem Dulsberg nominell ausgestattet?

c) Wie viele Stellen sind davon derzeit tatsächlich besetzt?

d) Wie werden die freien Stellen ausgeschrieben (nur bezirklich oder landesweit)?

e) Gibt es bereits Interessenten für die freien Stellen?

f) Gibt es eine Prioritätenliste für Stellenstreichungen bzw. –neubesetzungen im Bereich der Straßensozialarbeit?

 

  

Kai Voet van Vormizeele                                                                         Jens Wolf
Fraktionsvorsitzender