G R O ß E   A N F R A G E

Hamburg, den 25.11.1998

Betr.:  Vandalismus

In den letzten Jahren haben Erscheinungsformen des Vandalismus in augenfälliger Weise zugenommen, sowohl nach Fallzahlen als auch nach Intensivität der Zerstörungen. Neben dem Eigentum des Bürgers sind auch öffentliche Einrichtungen hiervon betroffen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung: 

1. Welche Formen des Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen im Bezirksamtsbereich Nord werden von der Verwaltung beobachtet?

2. Für die Beseitigung welcher Schäden ist das Bezirksamt Hamburg-Nord zuständig?

3. Werden Vandalismusschäden sofort beseitigt?

Wenn nein, nach welchem Schema?

4. Welche Form des Vandalismus verursacht die größten finanziellen Schäden?

5. Wie werden Wiederherstellungskosten vom Bezirksamt etatmäßig untergebracht?

6. Wie hoch wird von der Bezirksverwaltung der Gesamtschaden durch Vandalismus beziffert und zwar getrennt für die Jahre 1995, 1996, 1997?

7. Welche öffentlichen Träger/Behörden außerhalb der Bezirksverwaltung sind von Vandalismusschäden auf dem Gebiet Hamburg-Nord ebenfalls betroffen?

8. Konnten Täter von Vandalismusakten gestellt bzw. ermittelt werden?

Wenn ja, wie viele in den Jahren 1995, 1996, 1997?

9. Wie viele von diesen Tätern waren Mehrfachtäter?

10. Gegen wie viele Täter wurde Strafantrag gestellt, zu wie vielen Strafverfahren und wieviel Verurteilungen wegen welcher Straftatbestände im einzelnen ist es gekommen (jeweils in den o.g. Jahren)?

11. In wie vielen Fällen ist es im selben Zeitraum gelungen Vandalismustäter zivilrechtlich haftbar zu machen?

12. Hat die Bezirksverwaltung ein Präventionskonzept, um Vandalismus künftig einzudämmen?

Wenn ja, welches?

Wenn nein, warum nicht

 

Kai Voet van Vormizeele                                                                  Rolf Böckenholt
Fraktionsvorsitzender