K L E I N E    A N F R A G E

 Hamburg, den 14.05.1998

Betr.:  Vandalismus und Einbruchdiebstahl in Kleingärten 

 

Immer wieder – gerade auch in der Frühjahrzeit = Aufrüstzeit – kommt es zu unschönen Vorkommnissen. Zum einen durch Vandalismus (Eintreten von Gartentoren, Zerstörung von Gartenausrüstungen, Beschädigungen am Gartenhäuschen) zum anderen durch Einbruchdiebstahl (elektrische Geräte aller Art, Ausrüstungsgegenstände). Zuweilen wird über die kalte Jahreszeit ein Gartenhaus auch,  ob der Abwesenheit des Pächters, durch Fremde genutzt. Streifengänge und z.T. –fahrten durch die Kolonien zur Tageszeit und bei schönem Wetter sind laut Auskunft von Kleingärtnern unzureichend.

Dem sozialen Charakter des Kleingartenwesens wurden sowohl die Kleinpachtlandordnung aus dem Jahre 1919 wie auch das Bundeskleingartengesetz von 1983 gerecht. Durch die gesetzlichen Beschränkungen soll gewährleistet werden, daß Bürger mit geringerem Einkommen Kleingartenland zur Verfügung stehen kann.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, daß es manch einem Pächter schwer zu schaffen macht, wenn er Opfer krimineller Handlungen wird. Gespräche mit Opfern zeigen die Resignation, Vandalismus ist nicht versichert und so wird häufig der Gang zur Polizei (für eine Anzeige) als überflüssig und sinnlos empfunden.

 

Dieses vorausgeschickt, frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1.      Welche Art von Vorkommnissen sind der Verwaltung und der Polizei in Bezug auf Kriminalität in Kleingartenkolonien bekannt?

2.      Welche statistischen Auswertungen gibt es aus den letzten Jahren in Bezug auf Kriminalität in Kleingartenkolonien (bitte beifügen)?

3.      Sind Schwerpunkte von Vandalismus und/oder Einbruchdiebstahl erkennbar (z.B. nach Großveranstaltungen, nach Jahreszeiten, nach Wochentagen und Tageszeiten?

4.      Gibt es ein Handlungskonzept?

Wenn ja, welches sind die Inhalte?

Wenn nein, wird dieses für notwendig erachtet?

 

 

Ekkehart Wersich
Bezirksabgeordneter