K L E I N E  A N F R A G E

 Hamburg, den 27.05.1998

Betr.:  Verhinderungen von Zwangsräumungen in Hamburg-Nord

 

Der Verlust der eigenen Wohnung wird als eine der schwerwiegendsten sozialen Problemsituationen angesehen. Angesichts der Berichte über die steigende Zahl von Haushalten mit hohen Mietschulden wird die Zahl der Zwangsräumungen zunehmen.

Die öffentliche Aufgabe der Verhinderung von Obdachlosigkeit gewinnt dabei an Bedeutung.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter – bezogen auf die jeweiligen Jahre 1996, 1997 und bislang 1998:

 

1.         a)  Wie viele „Meldungen über gefährdete Wohnungen“ sind bei der für Hamburg-Nord zuständigen Bezirksstelle zur Wohnraumsicherung eingegangen?

b) Wer hat diese Fälle jeweils gemeldet (Vermieter, Mieter, Gerichtsvollzieher; bitte Angaben in Prozent)?

c) Wie viele dieser Fälle hat die Bezirksstelle selbst bearbeitet und wie viele Fälle wurden an das Sozialamt abgegeben?

 

2.        a) In wie vielen der bearbeiteten Fälle konnte eine Zwangsräumung verhindert werden?

b) In wie vielen der bearbeiteten Fälle haben sich die Betroffenen nicht mehr gemeldet?

c) In wie vielen der bearbeiteten Fälle wurde die Zwangsräumung vollstreckt?

 

3.        Wie ist die Bezirksstelle zur Wohnraumsicherung in Hamburg-Nord personell ausgestattet?

 

4.        In welcher Form wird von der Bezirksstelle auch nachgehende Hilfe angeboten, um Wiederholungsfälle zu verhindern?

 

Jens Wolf
Bezirksabgeordneter