KLEINE ANFRAGE

Hamburg, den 22.07.1998

Betr.:  Wohnungsbau auf dem Gelände der Friedhofsgärtnerei Ohlsdorf

 

Presseberichten (HA, Mopo, Bild) konnte entnommen werden, daß auf dem jetzigen Gelände der Friedhofsgärtnerei Ohlsdorf, 450 Wohnungen gebaut werden sollen. Diese Nachricht haben die Bürger in Klein-Borstel mit Interesse/Unruhe zur Kenntnis genommen.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1. Handelt es sich bei den 450 Wohnungen um Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus oder um frei finanzierte Wohnungen?

2. Trifft es zu, daß in Hamburg ein Wohnungsleerstand von ca. 30.000 Wohnungen besteht?

3. Wie hoch ist der Leerstand im Bezirksamtsbereich?

4. Trifft es zu, daß die Albert-Schweitzer-Grundschule aus Kapazitätsgründen keine neuen Schüler/Schülerinnen aufnehmen kann?

5. Existiert für das genannte Bauvorhaben bereits ein Bebauungsplan?

Wenn ja, wo kann dieser eingesehen werden?

6. Über welche Straße (Kleine Horst, Vor dem Berge, Sodenkamp, Große Horst) soll das Neubaugebiet an das Zentrum in Klein-Borstel angebunden werden?

7. Ist es ggfs. denkbar, daß die Anbindung über alle genannten Straßen erfolgen soll?

8. Sollte diese nicht der Fall sein, gibt es eine Präferenz?

Wenn ja, welche?

9. Sollte die Anbindung über die Straßen Sodenkamp, Vor dem Berge und /oder Große Horst vorgesehen sein, ist dann dabei berücksichtigt, daß das Verkehrsaufkommen zum jetzigen Zeitpunkt bereits sehr groß ist (im Vergleich zur Ortsgröße)? Diese Tatsache hat u.a. zur flächendeckenden Einführung der Tempo-30-Zone geführt. Durch dieses Neubaugebiet erhöht sich das Verkehrsaufkommen um mindestens 500-600 Autos.

10. In Hamburg-Nord wurde (unter Einbindung des UmweltA) das erste autofreie Wohnprojekt realisiert. Ist es denkbar, daß in Klein-Borstel das zweite derartige Projekt realisiert  werden könnte?

 

Harald Nies
Bezirksabgeordneter