K L E I N E   A N F R A G E

 Hamburg, den 18.11.1998

Betr.:  Einrichtung von Jugendwohnplätzen nach dem JGG 

 

In Hamburg sollen 6 Plätze für Jugendliche zur Vermeidung von U-Haft eingerichtet werden. Drei dieser Plätze werden in Hamburg-Nord eingerichtet. 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1. Plätze für Jugendliche zur Vermeidung von U-Haft gab es auch bis zum Sommer l998 in Tonndorf. Mit wie vielen Fällen muß nach den bisherigen Erfahrungen im Jahr gerechnet werden?

2. Wie lange ist die durchschnittliche Verweildauer der Jugendlichen zur Vermeidung der U-Haft?

3. Wie hoch sind die Kosten für diese drei Plätze, die zur Vermeidung von U-Haft eingerichtet werden (Kosten pro Tag)?

4. Wie hoch sind die Kosten für die 5 Plätze in dieser bezirklichen Jugendwohnung, die nach HzE abgerechnet werden?

5. Wieviel kostet die Unterbringung durchschnittlich in anderen Jugendwohnungen?

6. Gibt es Erkenntnisse darüber, wie viele Jugendliche in U-Haft genommen werden und somit von den offenen Betreuungsangeboten kein Gebrauch gemacht wird?

7. Gibt es Erkenntnisse über die Gründe der richterlichen Entscheidung?

8. Hat die Anordnung der U-Haft seit den Vorfällen in Tonndorf zugenommen? 

 

Elisabeth Voet van Vormizeele
Bezirksabgeordnete