K L E I N E   A N F R A G E

Hamburg, den 24.11.1998

Betr.: „Telearbeit“ für Mitarbeiter der bezirklichen Verwaltung

Zur Zeit findet ein einjähriger Modellversuch unter Federführung der Finanzbehörde statt, um zu testen, ob die Hamburgische Verwaltung vom System der „Telearbeit“ profitieren könnte. Hierbei verbringen die Mitarbeiter vier fünftel ihrer Arbeitszeit zu Hause, ein fünftel im Büro. Die heimischen Arbeitsplätze, ausgerüstet mit Computer, Telefon und Faxgerät, sind denen in der Behörde nahezu gleichwertig. Arbeitsergebnisse werden per E-Mail übertragen. Dieser Form der Heimarbeit soll sowohl den  Arbeitnehmern als auch der Verwaltung Vorteile bieten. Untersuchungen sollen ergeben haben, daß Mitarbeiter durch die Flexibilität bis zu 20% mehr Leistung bringen. Mütter können leichter wieder in den Beruf einsteigen, Angestellte von außerhalb sparen sich die lange Fahrt. Durch die eingesparten Büroraumkosten soll die Verwaltung – bei einer Ausweitung des Modells – bis zu DM 6.000,- pro Mitarbeiter und Jahr sparen können.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1. Gibt es Überlegungen innerhalb der Verwaltung im Bezirk Hamburg-Nord Mitarbeiter für die „Telearbeit“ einzusetzen?

Wenn ja, wie sehen diese Überlegungen konkret aus?

Wenn nein, warum nicht?

2. Welche Mitarbeiterstellen kommen für die „Telearbeit“ in Frage?

Bitte Einzelauflistung.

3. Wurden in der Vergangenheit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bezirklichen Verwaltung der Wunsch nach „Telearbeit“ geäußert?

Wenn ja, von welchen Mitarbeitergruppen? Bitte Einzelauflistung.

(Männer/Frauen, Mütter/Väter/kinderlos, Alter verheiratet/nicht verheiratet, Tätigkeitsbereich).

 

Clemens Nieting
Bezirksabgeordneter