A N T R A G

Hamburg, den 14.04.1999

Betr.:  Internet an Schulen 

Die Antwort auf die Große Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 35/99) hat u.a. ergeben, daß die Körber Stiftung im Jahr 1995    30 Hamburger Schulen ein Modem und dazugehörige Software zur Verfügung gestellt hat und die Übernahme von Telefongebühren von DM 1.000,-- pro Jahr garantiert hat. Die Antwort enthält weiterhin die Aussage, daß auch die BSJB die Notwendigkeit des Umganges mit dieser Technik für Schülerinnen und Schüler erkannt hat und deshalb bereits Maßnahmen ergriffen hat, um diese Erkenntnisse umzusetzen.

Im Bezirksamtsbereich sind bereits zahlreiche Schulen mit einem Internet-Anschluß ausgestattet worden. 

Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU-Fraktion,
die Bezirksversammlung möge beschließen:
 

Der Herr Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich bei der BSJB für folgendes einzusetzen: 

1. Falls es noch Schulen im Bezirksamtsbereich gibt, die noch über keinen Internet-Anschluß verfügen, diese umgehend mit einem derartigen Anschluß zu versehen.

2. Schulen, an denen der Internet-Anschluß lediglich aus einer installierten Wanddose besteht, diese Anschlüsse so zu komplettieren, daß tatsächlich mit dem Internet gearbeitet werden kann.

3. Daß in der BSJB schnellstmöglich ein Konzept entwickelt wird, das Elemente einer Investitions-, Personal-, Ausbildungs-, Fortbildungs- und Betriebsorganisationsplanung enthält, um den grundlegenden Strukturwandel in den Schulen realisieren zu können.

4. Daß die technische Installation und Wartung von Netzen grundsätzlich von Technikern bzw. außerschulischen Wartungsdiensten durchgeführt werden.

5. Ressourcen für Systembetreuer zur Verfügung gestellt werden.

Begründung:

Der Umgang mit dem Internet ist bereits jetzt aus dem Berufsleben und dem Alltag nicht mehr wegzudenken, die Bedeutung (bei allen Risiken) wird aber noch erheblich zunehmen.

Speziell an Schulen werden Schülerinnen und Schüler aber auch Lehrer, die Zugriff auf das Internet haben bzw. damit umgehen können, Vorteile gegenüber denen haben, die über diese Möglichkeiten nicht verfügen können. Im zukünftigen Berufsleben ist der selbstverständliche Umgang mit dieser Technik unumgänglich. Auch hier haben Schülerinnen und Schüler, die diese Technik nicht beherrschen, erhebliche Nachteile gegenüber denen zu befürchten, die mit dieser Technik umgehen können.

Hier gilt es, rechtzeitig Weichen zu stellen, um möglichst allen Schülerinnen und Schülern eine Chancengleichheit zu gewährleisten. 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                                    Harald Nies
Fraktionsvorsitzender