A N T R A G

 Hamburg, den 12.05.1999

Die Zukunft der ehem. Flächen der Fahrzeugwerkstätten Falkenried

Stellungnahme zum Wettbewerbsprogramm zu den Eckdaten für die Neuentwicklung des Geländes der Senatskommission für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr

Die CDU-Fraktion beantragt,
die Bezirksversammlung möge beschließen:
 

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord empfiehlt dem Herrn Bezirksamtsleiter die sinngemäße Ergänzung der nachfolgenden Punkte – teils in Änderung/Erweiterung der Stellungnahme des Bezirksamtes Drucksache 15/99 vom 28.04.99 – als ergänzende Stellungnahme des Bezirksamtes zu dem Programmentwurf resp. der Neuentwicklung des Geländes der ehemaligen  Fahrzeugwerkstätten Falkenried (FFG).

 

1.      Zum Verfahren 

1.1.  Bebauungsplan

Für das Plangebiet muß ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das B-Planverfahren muß parallel zu dem Wettbewerbsverfahren betrieben werden.

 

1.2.  Entscheidungskompetenzen

Die Entscheidungskompetenz für eine Genehmigung der Realisierung von Planungen liegen bei Politik und Verwaltung und nicht bei der Jury. Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens ersetzen keine Entscheidungen im Rahmen eines B-Plan-Verfahrens.

 

2.      Inhaltlich 

2.1.   Die Nutzungsmischung muß so ausgeglichen sein, daß eine Gefährdung der Sozialstruktur im Umfeld des Plangebietes so gering wie möglich gehalten wird.

 

2.2.    Ruhender Verkehr

Die Lösung von Stellplatzfragen muß bei dem insgesamt verkehrlich überlasteten Gebiet eine zentrale Aufgabe sein. PKW-Stellplätze sind im Plangebiet ausreichend zu schaffen. Insbesondere sind Parkplätze für die Bereiche Einzelhandel und Freizeitgewerbe baulich derart zu planen, daß sie zukünftigen Nutzern kostengünstig zur Verfügung stehen können.

 

2.3.    Einbeziehung der Wohnungen “Pensionskasse” (Hoheluftchaussee Nr. 28-34)

Das bestehende Wohn- und Geschäftsgebäude ist im Bestand zu sichern.

 

2.4.    Bauhöhe

Die Höhe der Bebauung soll sich an den Traufhöhen der vorhandenen Grenzbebauungen (Falkenried, Eppendorfer Weg, Hoheluftchaussee) orientieren.

 

2.5.    Einzelhandel

Der angedachte Anteil von Einzelhandelsflächen (bis über 25.000 qm) ist deutlich zu reduzieren. Erfahrungen aus Referenzeinkaufszentren wie z.B. Langenhorn-Markt oder Nedderfeld sind für eine Beurteilung heranzuziehen. Einzelflächen für den Einzelhandel von über 1.800 qm werden abgelehnt.

 

2.6.    Verkehrliche Erschließung für Freizeitgewerbe und Einzelhandel

Die verkehrliche Erschließung für Freizeitgewerbe und Einzelhandel erfolgt ausschließlich über den Lehmweg.

 

2.7.    Quartierspark

Eine zusammenhängende Park-/Grünfläche von 4.000 qm bis 5.000 qm wird für nicht ausreichend erachtet. Die Verdoppelung der angedachten Größenordnung soll erreicht werden, da der Stadtteil Hoheluft-Ost sehr dicht bebaut ist und mit Park- und Freizeitflächen unterversorgt ist.

 

2.8.     Gewerbeflächen

Gewerbeflächen für kleine Handwerksbetriebe müssen vorgesehen werden.

 

2.9.     Sozialer Wohnungsbau

Sozialer Mietwohnungsbau ist in angemessenem Umfang zu berücksichtigen.

  

Begründung:
erfolgt mündlich

 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                         Ekkehart Wersich
Fraktionsvorsitzender                                                             Elisabeth Voet van Vormizeele