A N T R A G

Hamburg, den 06.05.1999

zu TOP 9/StekA 05/06.05.99

Architektenwettbewerb Falkenried Stellungnahme zum Wettbewerbsprogramm des Bezirksamtes Hamburg-Nord 

Die CDU-Fraktion beantragt,
der Ausschuß möge beschließen:
 

Der Stadtentwicklungsausschuß empfiehlt dem Herrn Bezirksamtsleiter die sinngemäße Aufnahme der nachfolgenden Punkte – teils in Änderung der beabsichtigten Stellungnahme des Bezirksamtes Drucksache 15/99 vom 28.04.99 – als Stellungnahme des Bezirksamtes zu dem Programmentwurf:

 

1.   Bebauungsplan
Für das Plangebiet findet ein B-Planverfahren statt.
 

2.   Entscheidungskompetenzen
Die Entscheidungskompetenzen für die Planungen liegen bei Verwaltung und Politik und nicht bei der Jury. Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens ersetzen keine Entscheidungen eines B-Planverfahrens.
 

3.   Sachpreisjury
Es wird angeregt, 3 Politiker in die Sachpreisjury aufzunehmen, da die Einbindung aller in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien das weitere Verfahren erleichtern kann.
 

4.    Das Generalkonzept
muß so ausgeglichen sein, daß die Gefährdung der Sozialstruktur im Umfeld des Plangebietes so gering wie möglich gehalten wird.
 

5.   Ruhender Verkehr
Die Lösung von Stellplatzfragen muß bei dem insgesamt verkehrlich überlasteten Gebiet eine zentrale Aufgabe sein.
 

6.   Einbeziehung der Wohnungen “Pensionskasse” (Hoheluftchaussee)
Das bestehende Wohn- und Geschäftsgebäude ist im Bestand zu sichern. 

7.   Bruttogeschoßfläche
Die vorgeschlagene BGF von über 1,5 ist deutlich zu vermindern. Die Heranziehung von Referenzgebieten (auf Basis “Neubaugebiet”) ist angebracht.

 8.   Bauhöhe
      Die Ausweisung von VI Geschossen  und Dach (“Loft-Wohnungen”) ist zu hoch. Die Höhe der Bebauung soll sich an den vorhandenen          Grenzbebauungen (Falkenried, Eppendorfer Weg, Hoheluftchaussee) orientieren und nicht “überwachsen”).
 

9.   Einzelhandel
Der geforderte Anteil von Einzelhandelsflächen ist deutlich zu reduzieren. Erfahrungen aus Referenzeinkaufszentren wie z.B. Langenhorn Markt oder Nedderfeld sind für eine Beurteilung heranzuziehen.
 

10.  Sozialer Wohnungsbau
Sozialer Mietwohnungsbau ist in angemessenem Umfang zu berücksichtigen.
 

 

Begründung:
erfolgt mündlich

 Helga Röder                                                                              Ekkehart Wersich