A N F R A G E

 Hamburg, den 29.06.1999 

Betr.:  Situation der bezirklichen Schuldnerberatung zum 30. Juni 1999 

Die Mitteilung des Bezirksamtes (Drs. 125/99) auf das Ersuchen der Bezirksversammlung vom 14.01.1999, über die durch das neue Insolvenzrecht bedingten Veränderung in der bezirklichen Schuldnerberatung zu berichten, ist nicht ausreichend, um ein realistisches Bild der tatsächlichen Belastung der Schuldnerberatungsstelle zu erhalten. Insbesondere wird die Auffassung des Bezirksamtes, “durch die gezielte Terminvergabe entfallen Wartezeiten für die Bürgerinnen  und Bürger” (Drs. 125/99), aufgrund der Berichte aus der Beratungspraxis nicht geteilt. 

Wir fragen  daher die Verwaltung – mit der Bitte um Beantwortung vor der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 14. Juli 1999. 

1. Wie viele Bürgerinnen und Bürger haben sich insgesamt im Zeitraum zwischen 01.01.1999 und 30.06.1999 mit Nachfragen nach Schuldnerberatung an die Schuldnerberatungsstelle gewandt? 

2. Wie Informationsveranstaltungen des Bezirksamtes zur Schuldnerberatung haben im Zeitraum zwischen 01.01.1999 und 30.06.1999 stattgefunden, und wie viele Interessenten haben an diesen jeweils teilgenommen? 

3a)  Wie viele Verfahrensfälle sind am 30.06.1999 in der bezirklichen Schuldnerberatung anhängig?

b)  In wie vielen weiteren Fällen wurden Schuldnern Unterlagen zugesandt, zu denen Rückmeldungen noch nicht vorliegen? 

4. Wie viele Fälle konnten im Zeitraum zwischen 01.01.1999 und 30.06.1999 – mit welchem Ergebnis – bereits abgeschlossen werden?

5. Wie viele Beraterstellen sind derzeit in der Schuldnerberatungsstelle vorhanden und wie viele davon tatsächlich besetzt? 

6 Welche Anstrengungen hat das Bezirksamt unternommen, weitere Beraterstellen einzuwerben? 

7a)  Wie lang ist in der Schuldnerberatungsstelle derzeit der durchschnittliche Zeitraum zwischen Rückgabe der ausgefüllten Unterlagen und dem Beratungsgespräch?

b)  Sind Informationen zutreffend, daß in Einzelfällen dieser Zeitraum über sechs Monate beträgt? 

8. Wie viele der insgesamt vorhandenen Arbeitsplätze in der Schuldnerberatungsstelle sind inzwischen mit Personalcomputern ausgestattet? 

 

Jens Wolf