G R O ß E   A N F R A G E

 Hamburg, den 10.02.1999

Betr.:  Internet an Schulen 

Die Körber Stiftung hat mit einer Spende in Millionenhöhe Hamburger Schulen in die Lage versetzt, das Internet an Schulen einzuführen. Dieses Sponsoring war auf ein Jahr beschränkt und wurde nicht verlängert. Der Umgang mit dem Internet und der EDV allgemein sollte heute ein wesentlicher Bestandteil der schulischen Ausbildung für jede Schülerin und jeden Schüler darstellen.

Es gibt heute nahezu keinen Arbeitsplatz, an dem EDV-Kenntnisse (auch der Umgang mit dem Internet) nicht  vorausgesetzt werden.

Um z.B. soziale Unterschiede zu kompensieren, sollte das Internet möglichst schnell an jeder Schule installiert werden. Dadurch kann u.a. verhindert werden, daß Schülerinnen  und Schüler bei gestellten Aufgaben nicht über einen größeren Wissensschatz als ihre Lehrer oder Mitschüler, die nicht mit dem Internet umgehen können, verfügen, nur weil sie privat Zugang zum Internet haben. 

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1.      Trifft es zu, daß die Förderung durch die Körber-Stiftung ausgelaufen ist?

2.      Was wurde daraus gemacht?

3.      Wer tritt jetzt als Finanzier auf?

4.      An welchen Schulen im Bezirksamtsbereich wurden Internet-Anschlüsse installiert?

5.      Gibt es an diesen oder anderen Schulen Computerräume?

6.      Wie sollen/können die Schulen die Nutzung des Internet finanzieren?

7.      Gibt es dazu ein Modell?

8.      Welche Abrechnungsmodelle gibt es?

9.      Ist der Verwaltung ein generelles Konzept bekannt, wie langfristig Schulen mit dem Umgang von Computern vertraut gemacht werden?

 

 

Kai Voet van Vormizeele                                                                  Harald Nies
Fraktionsvorsitzender