Bezirksamt Hamburg-Nord                                                                                                                          Den 16.02.1999

 

 

 

Antwort

auf die

KLEINE ANFRAGE Nr. 08/99

Fragesteller: BAbg. Kai Voet van Vormizeele (CDU)

Betr.: Museum der Arbeit

 

Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage hat die Kulturbehörde wie folgt Stellung genommen:

"Keineswegs hat die zahl der Museumsbesucherinnen und -besucher in Hamburg für alle Museen dramatisch abgenommen. Für das Museum der Arbeit gelten aber besondere Umstände: Das Museum ist im Januar 1997 eröffnet worden. Wenngleich das Museum bereits in der Aufbauphase Veranstaltungen durchführte und Besucher statistisch auch erfasst wurden, sind für die voll funktionsfähige Einrichtung nur die Besucherzahlen der Jahre 1997 und 1998 vergleichbar.

Dies vorausgeschickt nimmt die Kulturbehörde in Abstimmung mit der Stiftung Museum der Arbeit wie folgt Stellung:

zu 1.: Besucherzahlen des Museums der Arbeit (ohne Außenstellen):

1997: 67.886 Besucher

1998: 35.039 Besucher.

zu 2.: In der Zeit unmittelbar nach der Eröffnung zog das Museum verständlicherweise sehr viele Besucherinnen und Besucher auch von außerhalb Hamburgs an. Das läßt sich schon daran ablesen, dass weit mehr als 50% der Besucherinnen und Besucher des Jahres 1997 in den ersten vier Monaten zu verzeichnen waren. Nicht alle Besucherinnen und Besucher, deren Interesse für das Museum geweckt worden war, konnten 1998 als wiederkehrende Besucherinnen und Besucher an das Haus gebunden werden. Über mögliche Gründe für diese Entwicklung sollen in den nächsten vier Monaten Besucherumfrgaen und Analysen von Einschätzungen jener Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter Auskunft geben, die unmittelbar mit dem Publikum in Berührung kommen. dabei sollen zugleich Erkenntnisse gewonnen werden, wie Besucherinnen und Besucher an das Haus gebunden bzw. neue Zielgruppen erschlossen werden können.

zu 3.: Das Museum hat sich 1999 zum Ziel gesetzt, nicht nur den Besucherrückgang zu stoppen, sondern eine Erhöhung der Besucherzahl zu erreichen. Die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind deshalb darauf konzentriert, die Attraktivität des Hauses zu steigern. erste Erfolge dieser verstärkten Publikumsorientierung sind bereits eingetreten oder zeichnen sich ab. So hat die Veranstaltung "BuchDruckKunst" an einem Wochenende Anfang Januar nahezu 2.500 Besucher angezogen. Die große Jahresausstellung "Bilderbunter Alltag-200 Jahre Lithographie", die am 18.Februar 1999 eröffnet wird, verspricht ebenfalls größeres Publikumsinteresse zu finden. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch die Kultur-Flohmärkte rund um das Museum, die 1999 als "Antik- und Flohmärkte" einen guten Start hatten. Hier richten sich die Anstrengungen darauf, mehr Flohmarktbesucherinnen und -besucher zum Besuch des Museums aufzufordern. Darüber hinaus sind weitere publikumsorientierte Initiativen in der Planung"

 

Frommann