Bezirksamt Hamburg-Nord                                                                                                                          Den 23.04.1999

 

 

 

Antwort

auf die

KLEINE ANFRAGE Nr. 19/99

Fragesteller: BAbg. Kai Voet van Vormizeele (CDU)

Betr.: Verunreinigung in Grünanlagen nach Feiertagen und warmen Wochenenden

 

Die Verschmutzung der öffentlichen Grünanlagen und Kinderspielplätze hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Insbesondre Flaschen, Dosen und Grillutensilien (bis hin zum preiswerten Einweggrill aus dem Baumarkt) werden von den Besuchern am Ort der Benutzung zurückgelassen.

Rücksichtslosigkeit und Bequemlichkeit führen oft dazu, dass selbst kurze Wege zu bereitgestellten Müllbehältern unterbleiben. Den Abfall wieder mit nach hause zu nehmen wir offenbar als nicht zumutbar empfunden.

Das o.g. Verhalten spiegelt sich in sehr vielen Parkanlagen des Bezirks wieder, ist jedoch im Stadtpark besonders drastisch wahrzunehmen.

Seitens der Gartenbauabteilung werden die "Mülltouren" zum Wochenende durchgeführt, um die Grünanlagen zur Hauptnutzungszeit attraktiv anzubieten. Der Wochenendmüll wird dann unmittelbar nach den freien tagen entfernt. Diese Reinigungsgänge umfassen die Entfernung des losen Mülls aus den Pflanzungen und von den Rasenflächen sowie die Entleerung der festen Müllbehälter und der saisongebunden eingesetzten Großbehälter an den Müllschwerpunkten.

Darüber hinaus wurden im Sommer 1998 im Stadtpark von der Gartenbauabteilung Aufklärungsschilder angebracht, um dem Bürger deutlich zu machen, welche Anstrengungen zur Reinhaltung der Parkanlagen unternommen werden, und dass die Kapazitäten der Gartenbauabteilung zur Reinigung ausgeschöpft sind. Diese Schilder bringen in der Schlussfolgerung die bitte zum Ausdruck, dass die Bürgerin bzw. der Bürger seinen Müll möglichst zu Hause entsorgen möge.

Das Echo auf diese im letzten Jahr angebrachten Schilder war durchweg positiv- das Ergebnis jedoch nur geringfügig.

Auch die Beobachtungen bei der Reinigung nach dem Osterfest machten wieder einmal deutlich, dass die Müllbehälter vielfach nur teilweise gefüllt, die Wiesenbereiche hingegen mit Müll übersät waren. Die Ursachen sind somit in erster Linie im Nutzverhalten zu suchen. Um dieses Verhalten zu ändern, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen aller gesellschaftlichen Kräfte, die dem Bürger die Botschaft "Bitte hinterlassen sie den Park so, wie sie ihn vorzufinden wünschen" nahe bringen.

Das vorausgeschickt beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt:

Ja. Dies kann auf Sicht nur dadurch gewährleistet werden, dass die Fähigkeit der Bürgerinnen und Bürger zum verantwortlichen Umgang mit dem öffentlichen Raum gestärkt wird.

 

Frommann