K L E I N E   A N F R A G E

 Hamburg, den 29.09.1999

Betr.:  Analphabetismus im Bezirk Nord 

Analphabetismus ist für die Betroffenen ein schwerwiegendes Problem, das im schlimmsten Fall zu Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung führen kann. Daher sind Hilfsangebote für Analphabeten von großer Bedeutung, denn ohne ausreichende Kenntnisse im Lesen und Schreiben ist den Betroffenen ein aktives Leben in unserer modernen Gesellschaft kaum noch möglich. 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1.      In welchen Einrichtungen des Bezirks können sich Betroffene und deren Angehörige über Hilfsangebote und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen informieren?

2.      Gibt es speziell ausgebildete Sozialpädagogen, die sich um die soziale Integration für von Analphabetismus betroffene Mitbürger kümmern?

3.      Welche besonderen Angebote gibt es für ausländische Mitbürger, die zur Gruppe der Analphabeten gehören?

4.      Welche Hilfsangebote stellen Freie Träger in Nord für Menschen mit Leseschwierigkeiten zur Verfügung?

5.      In welcher Form haben die kulturellen Zentren im Bezirk Nord, wie beispielsweise das Goldbekhaus, sich der Problematik “Analphabetismus” angenommen und wenn dies bisher nicht geschehen ist, warum nicht?

6.      In welcher Form bietet die Volkshochschule entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen an?

Sollte es diese Maßnahmen nicht geben, warum nicht?

7.      Hält der Herr Bezirksamtsleiter die bisher eingeleiteten Maßnahmen für ausreichend?

 

Diese Anfrage betrifft ausschließlich bezirkliche Belange. Ich bitte um Beachtung der Frist gem § 12 Abs. 3 GO.

 

 

Christiane Harriehausen
Bezirksabgeordnete