Bezirksamt Hamburg-Nord                                                                                                                                 Den 13.07.2000

 

 

 

Antwort

auf die

KLEINE  ANFRAGE  Nr. 46/99

Fragesteller: BAbg. Dieter Lütjens (CDU)

 

Betr.: Neuanpflanzungen von Bäumen

 

Der Sommer `99 war geprägt von überdurchschnittlich hohen Temperaturen und außerordentlich geringem Niederschlagsraten. Hierunter hatte die gesamte Vegetation zu leiden. Besonders intensiv gelitten haben die Straßenbäume in den innerstädtischen Bereichen unter dieser Streßsituation. Sie wurden daher in diesem Sommer prioritär durch die Gartenbauabteilung und mit Fremdfirmeneinsatz gewässert.

Dies vorausgeschickt beantworte ich die Anfrage wie folgt:

zu 1.: Lediglich die Neuanpflanzungen im Straßenbegleitgrün werden in Anzahl statistisch erfaßt, diese belaufen sich für die Jahre

                                                                1997 auf 91 Bäume,

                                                                1998 auf 118 Bäume,

                                                                1999 auf 102 Bäume.

Die Pflanzungen im Straßenbegleitgrün werden wie auch deren Pflege im Rahmen von Ausschreibungsverfahren an Firmen des Garten- und Landschaftsbaus vergeben.

zu 2.-4.: Neuanpflanzungen von Straßenbäumen werden generell durch Fremdfirmen ausgeführt (vgl. 1.). Die Pflanzung erfolgt i.d.R. im Frühjahr, die pflanzende Firma ist für die Bäume während der ersten Vegetationsperiode nach der Pflanzung (entspricht dem Pflanzjahr) verantwortlich. Sollte der Baum in diesem Zeitraum absterben, ist die pflanzende Firma zum Ersatz verpflichtet.

In diesem Zeitraum liegt der Ausfall bei ca. 3-5% (ca. 3-5 Bäume pro Jahr).

Ab dem 2. Jahr nach der Pflanzung werden die Bäume im Rahmen der normalen Straßenbaumunterhaltung gepflegt. Ausfälle ab dem 2. Standjahr müssen somit aus den Unterhaltungsmitteln ersetzt werden. im Mittel sterben im 2. Standjahr ca. 5% der Bäume ab. Der häufigste Ausfall ist bei Eichenpflanzungen durch "Eichenbohrerbefall" zu beobachten. Dieser wird durch den "Verpflanzungsstreß" begünstigt.

Einzelangaben können mit vertretbarem Aufwand recherchiert werden.

zu 5.: In der Regel findet ein 1:1 Ersatz für jeden gefällten Straßenbaum statt. Lediglich an Standorten ohne Perspektive für einen langfristigen Bestand wird kein neuer Baum gepflanzt.

Neupflanzungen werden generell ersetzt.

zu 6. und 7.: bei Ersatz durch die Pflanzenfirma trifft die FHH kein Schaden.

Ab dem 2. Jahr beläuft sich der Schaden im Mittel auf ca. 700,00 DM/Baum und wird durch die Gartenbauabteilung aus dem allgemeinen Straßenbaumunterhaltungstitel getragen.

 

Frommann