Große Anfrage

 Hamburg, den 16.05.2000 

Betr.: Zukunft der Gesamtschulen in Hamburg-Nord 

Das Schulwahlverhalten der Eltern und die Veränderung von Schulstrukturen, insbesondere die Neuschaffung von Standorten Kooperativer Gesamtschulen, haben dazu geführt, dass nach der Gesamtschule Grellkamp jetzt in Hamburg-Nord eine zweite Gesamtschule (Gesamtschule Winterhude) die nötigen Anmeldezahlen nicht erreicht hat. Beides gilt auch für die knapp hinter der Bezirksgrenze Hamburg-Nords liegende Gesamtschule Steilshoop. Alle drei Schulen sind in ihrer Existenz bedroht oder sollen „auslaufen“.

Formen wie die kooperative Gesamtschule werden andererseits so stark gewählt, dass bereits ein neuer Standort gegründet wurde.

 

Zu dieser stark in Bewegung geratenen Angebotspalette für die Anmeldung von Fünftklässlern stellen sich für die in den jeweiligen Stadtteilen betroffene Bevölkerung, Schüler, Lehrer und Eltern folgende Fragen: 

1. a) Was bedeutet „auslaufen“ für eine Gesamtschule konkret?

b) Gibt es über solche oder ähnliche Situationen Erfahrungen und wie sahen diese aus?

c) Wie gestaltet sich der investive Bereich an solchen von der Schließung bedrohten Schulen?

d) Gibt es so etwas wie eine Investitionssperre für bestimmte Bereiche?

2. Welche Übergangslösungen bietet die Behörde den Betroffenen an (Eltern, Schülern, Schullehrern)?

3. Wer verfügt über die zunehmend nicht genutzten Räumlichkeiten?

4. a) Gibt es schulenwicklungsplanerische Ansätze, in die Schulstrukturen der betroffenen Stadtteile behördlicherseits einzugreifen und wenn ja, welche?

b) Ist hierbei unter Umständen auch an weitere, neu zu gründende Standorte kooperativer Gesamtschulformen gedacht, und wenn ja, wo?

c) Haben Schulen bereits ihr Interesse bekundet, eine solche Schulform in Kooperation mit einem entsprechenden Pendant zu gründen und wenn ja, welche?

d) Welche Voraussetzungen müssen hierbei erfüllt werden?

 

Kai Voet van Vormizeele                                            Harald Nies
Fraktionsvorsitzender