Kleine Anfrage-10-00

Hamburg, den 13.03. 2000 

Betr.: Hilfe für Sozialhilfeempfänger mit psychischen Problemen 

Psychische Probleme sind ein häufiger Grund für Drogenmissbrauch und Gewalt sowie ein ernst zu nehmender Hinderungsgrund für die Aufnahme einer Beschäftigung. In Gesprächen mit Betroffenen wird oftmals der Eindruck vermittelt, die Sozialämter „verwalten“ die betroffenen Sozialhilfeempfänger nur, gäben ihnen aber keine konkrete Hilfestellung. 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1.   a) Wie hoch ist im Bereich Hamburg-Nord der Anteil der Sozialhilfeempfänger mit bekannten psychischen Problemen?
b) Hat sich der Anteil der Betroffenen in den letzten Jahren erhöht?
c) Welche Erkenntnisse liegen über die Alters- und Sozialstruktur der psychischkranken Sozi­alhilfeempfänger vor?
 

2.   a) Welchen Einfluss dürfen die Sachbearbeiter in den Sozialabteilungen rechtlich auf die betroffenen Sozialhilfeempfänger ausüben, damit sich diese in eine Behandlung begeben?
b) In welchem Umfang wird gemäß den Dienstanweisungen von diesen Möglichkeiten tatsächlich Gebrauch gemacht?

3.   Welche Kooperationen führen die bezirklichen Sozialabteilungen mit den im Bezirk ansässigen Beratungsstellen (Sucht-, Familien-, psycho-soziale Beratung etc.) durch? 

4.   Wie viele Hilfeempfänger wurden 1999 ausdrücklich an solche Beratungsstellen verwiesen? 

5.   In welcher Form erhalten die Sozialabteilungen Rückmeldungen von den Beratungsstellen, insbesondere darüber, ob eine Maßnahme oder Therapie angetreten wurde?

  

Jens Wolf         
Bezirksabgeordneter                

 

Antwort liegt vor!