Kleine Anfrage-36-00

Hamburg, den 29.06.2000

Betr.: Hilfe für Obdachlose durch das Bezirksamt Hamburg-Nord

In der Straße Heidberg in Winterhude steht ein Wohnmobil, dessen TÜV-Plakette durch die Polizei entfernt wurde. Inzwischen hängen jeweils ein roter und ein gelber Zettel an dem Fahrzeug, die den Fahrzeughalter darauf aufmerksam machen, dass sein Fahrzeug in nächster Zeit entfernt werden wird. 

Durch einen Einsatz eines Rettungswagens der Feuerwehr, wurde ich darauf aufmerksam, dass in diesem Wohnmobil ein älterer Herr lebt. Dieser war gestürzt und konnte sich, auch mit Hilfe einiger Passanten, nicht sofort wieder aufrichten. Der Bewohner des Wohnmobils ist anscheinend obdachlos und lebt ständig in dem Wohnmobil, welches bereits seit geraumer Zeit an seinem jetzigen Ort steht. 

Das Wohnmobil wird in nächster Zeit abgeschleppt werden, wenn keine erneute Zulassung stattfindet. 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Herrn Bezirksamtsleiter: 

1.)        Ist dem Bezirksamt der oben geschilderte Fall bekannt?

a) Wenn ja:       Wann wurde das Bezirksamt informiert und durch wen?

Welche Maßnahmen hat das Bezirksamt unternommen, diesem Menschen zu helfen?

b) Wenn nein:    Wie gedenkt das Bezirksamt nun mit diesen Informationen umzugehen und welche Maßnahmen sind geplant bzw. schon ergriffen worden? 

2.)        Sind weitere derartige bzw. vergleichbare Fälle in Hamburg-Nord aufgetreten?

            Wenn ja, welche? 

3.)        Welche Maßnahmen unternimmt das Bezirksamt, um solche Fälle zu verhindern bzw. welche Möglichkeiten hat das Bezirksamt, solche Fälle zu verhindern? 

4.)        Gibt es eine Stelle, bei der derartige Fälle durch Bürger angezeigt werden können?

            Wenn ja, welche ist dies?

 

Martin Emcke