Bezirksamt Hamburg-Nord                                    Den 15.08.2000

ANTWORT

auf die 

Kleine Anfrage Nr. 39/2000

Fragesteller: Babg. Jens Wolf (CDU)

Betr.: Situation der bezirklichen Schuldnerberatung zum 30.06.2000

Die Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt:

Zu 1.: An die Schuldnerberatung haben sich 368 Bürgerinnen und Bürger gewandt.

Zu 2.: Es haben 13 Informationsveranstaltungen stattgefunden, an denen 176 Personen aus den Bezirken Altona, Eimsbüttel und Hamburg-Nord teilgenommen haben.

Zu 3.: 436. In allen Fällen liegen Rückmeldungen zu übersandten Unterlagen vor.

Zu 4.: Seit Anfang des Jahres werden die Beratungsabschlüsse statistisch über das EDV-Verfahren CAWIN ausgewertet. Hierbei wird unterschieden zwischen Insolvenzverfahren (InsO) und Schuldnerberatung (SchuB).

92 Fälle wurden mit folgenden Ergebnis abgeschlossen:

- InsO/außergerichtliche Einigung                                                    1

- InsO/Abbruch der Beratung durch den Schuldner                            41

- InsO/sonstige Gründe (z.B. Umzug nach außerhalb Hamburg)        6

- SchuB/erfolgreiche Regulierung                                                    2

- SchuB/Teilregulierung                                                                  3

- SchuB/ Abbruch der Beratung durch den Schuldner                       14

- SchuB/ sonstige Gründe (z.B. Umzug nach außerhalb Hamburg)    6

- Abschluss nach Notfallberatung                                                    19

Darüber hinaus sind 41 Fälle - mehr als von jedem anderen Bezirk - in das gerichtliche Verfahren übergegangen und damit zu einem "Zwischenabschluss" gelangt. In diesen Fällen wird jedoch häufig von den Klienten noch Beratung und Hilfe der Schuldnerberatung in Anspruch genommen.

Zu 5.: Es sind 6 Beraterstellen vorhanden, von denen 5,5 besetzt sind.

Zu 6.: Zum 01.07.2000 wurde der Stellenbestand der Schuldnerberatung durch Entscheidung des Senats erhöht. Hieran ist das Bezirksamt Hamburg-Nord mit 0,5 Beraterstellen beteiligt, di in den obigen Stellenbestand einbezogen sind.

Zu 7a.: Die durchschnittliche Wartezeit zwischen Rücklauf der ausgefüllten Unterlagen und dem Beratungsgespräch beträgt zur Zeit rd. 5 Monate. Unabhängig hiervon wird in sogenannten Notfällen (Sicherung des Existenzminimums) sofort Beratung und Hilfe angeboten.

Zu 7b.: Ja.

Zu 8.: Bis zum 30.06.2000 wurden 70 Fälle an die achte Schuldnerberatungsstelle abgegeben. Das EDV-Verfahren CAWIN unterstützt die Sachbearbeitung u.a. beim Schriftverkehr und der Erstellung der Vergleichs-/Zahlungspläne und hat deshalb einen Entlastungseffekt, dessen Umfang sich jedoch nicht benennen lässt. Wegen notwendiger Verbesserungen im Programm verhandelt das Senatsamts für Bezirksangelegenheiten zur Zeit mit dem Anbieter. Mit einer verbesserten Programmversion ist frühestens im Herbst 2000 zu rechnen.

Frommann