Bezirksamt Hamburg-Nord                                                                                 Den 24.01.01

                                                                                                                                                  

A N T W O R T 

a u f  d i e 

K L E I N E   A N F R A G E        N r .  55/2000

 

Fragesteller:    BAbg.  Petra Wilske (CDU)

 

Betr.:  Durchstarter am Hamburger Flughafen 

Nach Einholen einer Stellungnahme der Umweltbehörde auf Grundlage von Auskünften der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) beantwortet das Bezirksamt die Fragen wie folgt: 

Zu 1:                                                                                                                                                        
Die Anzahl von Übungsanflügen und Durchstartmanövern am Flughafen Hamburg belief sich 1999 auf 1.479, 1998 auf 1.671 und 1997 auf 1.834.

Zu 2:und 3: 
Es gibt geplante und ungeplante Durchstartmanöver.

Zu den geplanten Durchstartmanövern gehören die Trainingsflüge verschiedener Flugschulen, Testflüge – z.B. der Lufthansa Technik AG oder der EADS -, regelmäßige Flugvermessungen der Instrumentenlandesysteme des Flughafens durch die DFS (etwa 250 pro Jahr) sowie Trainingsflüge der Bundeswehr.

Ungeplante Durchstartmanöver finden statt, um die Sicherheit auch in unerwarteten Situationen nicht zu gefährden, z.B. bei

-          Einsätzen von Polizei- oder Rettungshubschraubern

-          Hindernissen auf der Rollbahn (vorher landendes Flugzeug hat die Rollbahn noch nicht verlassen),

-          besonderen Wettersituationen (Crosswinde, Hagel),

-          technischen Problemen (Fahrwerks-Störanzeigen),

-          Störungen im Instrumenten-Landesystem.

Da die Gründe für Durchstartmanöver statistisch nicht erfasst werden, können Ursachen für die unterschiedlichen Zahlen in den o.a. Jahren nicht benannt werden. 

Zu 4:

Bei geplanten Durchstartmanövern wird die Entscheidung nur vom Piloten, bei ungeplanten Durchstartmanövern vom Piloten oder dem Fluglotsen getroffen. 

Zu 5: 

Durchstartmanöver können aus jeder Höhe erfolgen. 

Zu 6. und 7: 

Ein Durchstartmanöver besteht aus einem jeweils verkürztem Lande- und Startvorgang. Die Lärm- und Abgasemissionen eines Durchstartmanövers können maximal die Summe der Emissionen aus Landung und Start des jeweiligen Flugzeugtyps erreichen.

 Zu 8: 

Ungeplante Durchstartmanöver lassen sich nicht reduzieren. Geplante Durchstartmanöver stehen der legislativen Einflussnahme offen. 

Frommann