Anfrage

 Hamburg, den 19.03.2001 

Betr.: Gesundheitsgefährdender „Elektrosmog“ durch Mobilfunksendeantennen 

In zahlreichen Publikationen wird darauf hingewiesen, dass gesundheitsgefährdende Strahlungen (sog. Elektrosmog) nicht nur von Mobiltelefonen selbst, sondern auch von den auf Dächern montierten Mobilfunksendeantennen ausgehen. 

Von betroffenen Bürgern ist in einer Anzahl von Fällen bereits erfolgreich gegen die Aufstellung solcher Antennen geklagt worden. Im Zuge der neuen UMTS-Technik soll sich die Anzahl der Sendeanlagen noch deutlich erhöhen.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir: 

  1. Wie viele Mobilfunksendeantennen sind z. Zt. Im Bezirksamtsbereich Hamburg-Nord in Betrieb?
  2. Wie viele Anträge zur Errichtung neuer Anlagen liegen z. Zt. Vor?
  3. Liegen Schätzungen für den Bezirksamtsbereich vor, wie viele zusätzliche Antennenanlagen im Zusammenhang mit der Einführung der neuen UMTS-Technik notwendig werden?
  4. Welche Stelle ist für die Genehmigung von Mobilfunksendeantennen zuständig?
  5. Nach welchen Rechtsgrundlagen erfolgt das Genehmigen neuer Anlagen maßgebend?
  6. Welche Grenzwerte bzw. sonstigen Kriterien sind für die Genehmigung neuer Anlagen maßgebend?
  7. Werden betroffene Bürger, welche in unmittelbarer Nähe geplanter Antennenstandorte am Genehmigungsverfahren (z.B. durch eine Anhörung) beteiligt?
  8. Hat es bereits Klageverfahren betroffener Bürger gegen im Bezirksamtsbereich Hamburg-Nord vorhandene bzw. geplante Sendeanlagen gegeben?

Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

  1. Sind gegenwärtig solche Klagen anhängig?
  2. Hat es nach Kenntnis der Verwaltung schon Krankheitsfälle im Bezirksamtsbereich gegeben, die im Zusammenhang mit „Elektrosmog“ stehen?

 

 

Jens Wolf                                                                                Rolf Böckenholt