Bezirksamt Hamburg-Nord                                       Den 12.02.2002 

ANTWORT

auf die

KLEINE ANFRAGE Nr. 24/01

Fragesteller: BAbg. Dr. Andreas Schott (CDU)

Betr.: Kreuzung Nedderfeld / Tarpenbekstraße 

Zu der Kleine Anfrage hat die Baubehörde für Inneres folgendes mitgeteilt:

"Die o.g. Anfrage wurde von den Behörden für Inneres unter Beteiligung der für die Unfalldatenerfassung und Auswertung zuständigen Landespolizeiinspektion (DZA 422) geprüft. Wir bitten bei der Beantwortung folgende Gesichtpunkte zu berücksichtigen:

Der Einmündungsbereich Tarpenbekstraße / Nedderfeld gehört zu den besonders hoch belasteten Knotenpunkten in Hamburg. Die durschnittliche werktägliche Verkehrsstärke der Tarpenbekstraße beträgt 77.000 Fahrzeuge. Die Straße Nedderfeld ist an Werktagen mit duchschnittlich 30.000 Fahrzeugen belastet. Die Verkehr- und Unfallsituation wird nicht nur durch die hohe Verkehrsbelastung und die Verkehrssabläufe im unmittelbaren Knotenpunktbereich, sondern auch durch die besondere Knotenpunktgeometrie, die Verkehrsführung in den Knotenpunktzufahrten sowie die nicht unerhebliche Quer- und Längsneigung der Fahrbahnen beeinflusst.

Die Unfälle ereigneten sich überwiegen im Längsverkehr im Zuge der Tarpenbekstraße bzw. der Knotenpunktzufahrt Rosenbrook. Die unfallträchtigen Konfliktsituationen entstanden hier in den vergangen Jahren insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen immer wieder durch nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügende Sicherheitsabstände und Fehler beim Einordnen und Abbiegen. (Zu Frage 1 und 2) Eine differenziertere Unfallauswertung nach einzelnen Jahren mit Anzahl und Art der Unfälle kann zur Zeit aus Kapazitätsgründen nicht erstellt werden.

Die Baubehörde betreibt derzeit eine Planung zum Umbau des Straßenzuges Nedderfeld unter Einbeziehung des Einmündungsbereiches in die Tarpenbekstraße. Vor diesem Hintergrund werden sich die Polizei und die Straßenverkehrsbehörde als die für die Verkehrssicherheit zuständigen Fachbehörden im Rahmen einer gesonderten örtlichen Unfalluntersuchung mit dem Knotenpunktbereich befassen.

Die Erkenntnisse aus dem bisherigen Unfallgeschehen und der gesonderten Unfalluntersuchung werden in die baulichen und straßenverkehrsbehördlichen Maßnahmen zur Verminderung der Unfallbelastung einfließen.

Frommann