ANTRAG

 Hamburg, den 28.02.2002 

Betr.: Bebauungsplan Barmbek-Nord 33 

In dem zur öffentlichen Plandiskussion am 21.2.02 vorgelegten Bebauungsplanentwurfes Barmbek-Nord 33 der Verwaltung sollen fast sämtliche Gebäude, sowie die Gesamtanlage mit Straßen, Grün- und Freiflächen unter Denkmalschutz gestellt werden. 

Der Stadtentwicklungsausschuss spricht sich gegen die geplante grundsätzliche Denkmalschutzausweisung des Bebauungsplangebietes Barmbek-Nord 33 aus.  

Aus Sicht des Stadtentwicklungsausschuss sind folgende Entwicklungsziele bei einer Bebauungsplanaufstellung zu verfolgen: 

  1. Schaffung von zeitgemäßen und z. T. familiengerechten Wohnungen an diesem zentral gelegenen Standort. Diese Forderung hat besonderes Gewicht vor dem Hintergrund, dass es in Barmbek Nord vor allem kleine Wohnungen gibt, die den heutigen Anforderungen von Haushalten mit drei und mehr Personen nicht entsprechen.
  2. Ansiedlung von Gewerbe in zeitgemäßen und wirtschaftlichen Gebäuden.
  3. Schaffung von öffentlichen Grünanlagen, da Barmbek Nord mit Grünflächen unterversorgt ist.
  4. Erhaltungsgebot für die bisherige Zentrale Zone, die stadtbildprägende Bedeutung hat.

Begründung: 

Bei den auf dem Gelände befindlichen Gebäuden handelt es sich zum größten Teil um zweigeschossige Krankenhauspavillons mit Mansarddach. Eine Umnutzung dieser Gebäude in Wohnungen oder Gewerberäume wäre nur möglich, wenn erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz vorgenommen werden (z.B. Einziehen von Geschossdecken, Bau zusätzlicher Treppenhäuser). Eine Denkmalschutzausweisung würde diesen notwendigen Eingriffen im Wege stehen. 

Nach Auffassung der CDU-Fraktion sollen Flächen- oder Baukörperausweisungen mit höherer Verdichtung erfolgen.  

Eine Denkmalschutzausweisung schränkt die Verwertungsmöglichkeiten des Krankenhausgeländes sehr ein. Wird die Denkmalschutzausweisung beibehalten, ist zu befürchten, das man zwar nach Krankenhausumzug einen fertigen B-Plan hat, aber Aufgrund der Ausweisung keine entsprechenden Nutzer findet oder das fiskalische Ziel verfehlt wird. Deshalb ist ein Erhaltungsgebot für die zentralen Bereiche der bessere und wirtschaftlichere Weg.
 

Elisabeth Voet van Vormizeele                                                    Jens Quast