Kleine Anfrage

 Hamburg, den 13.06.2002

Betr.: Ungeziefer in Wohnhäuser 

Durch unhygienisches Verhalten in Wohnungen (Liegenlassen von Nahrungsresten, Vermüllung usw.) kann es – gefördert durch die klimatischen Bedingungen in den Sommermonaten – verstärkt zum Auftreten von Insekten, Schädlingen und Ungeziefer kommen. 

Gerade in Etagenhäusern, wie ein jüngstes Beispiel in Alsterdorf zeigt, werden bei Ungezieferverseuchungen auch Mitbewohner und Nachbarn nicht unerheblich in Mitleidenschaft gezogen. 

 Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung: 

  1. In welchen Fällen ist das Bezirksamt verpflichtet von Amts wegen einzuschreiten?
  2. Welche Rechtsgrundlage greift in diesen Fällen ein?
  3. Kann es bei einer Ungezieferplage im o.g. Sinne zu einer Gesundheitsgefährdung  betroffener Bewohner kommen?
  4. Wenn ja, welche Risiken bestehen im Einzelnen?
  5. In wie vielen Fällen ist das Bezirksamt in den letzten Jahren (Zeitraum 1996 – 2002) bei derartigen Ungeziefervorfällen tätig geworden?
  6. Welche Maßnahmen (einschließlich ordnungsrechtlicher Sanktionen gegen entsprechende Verursacher) wurden jeweils durch das Bezirksamt ergriffen?

Rolf Böckenholt
Bezirksabgeordneter