Kleine Anfrage

 Hamburg, den 23.09.2002

Betr.: Verkehrliche Behinderungen durch Filmproduktionen 

Die Ansiedlung vieler Medienunternehmen am Standort Hamburg hat neben vielen sehr gesamtwirtschaftlich positiven Effekten auch einige Begleiterscheinungen, die für die Bürger eher unangenehm sind. Dazu zählen im besonderen Maße zunehmende verkehrliche Absperrungen teilweiser ganzer Straßenabschnitte durch Filmarbeiten. So wurde z.B. am Freitag, den 20.09.02 gut 2/3  der Parkplätze der Straße Immenhof (zwischen Lerchenfeld und Schürbecker Bogen) für Filmaufnahmen in der St.Gertrud Kirche abgesperrt. Dies geschah an einem Markttag und sorgte dafür, dass viele Marktbesucher, die nicht aus der unmittelbaren Umgebungen kamen, nicht den Wochenmarkt besuchen konnten. Wenige Tage vorher wurde die Humboldtstraße (Höhe Schubertstraße) in einer ebensolchen Weise abgesperrt. Die verbliebene Straßenrestfläche sorgte für eine Reihe von erheblichen Verkehrsbehinderungen. 

Vor einigen Monaten wurden in der Flotowstraße (erheblichen Parkdruck) an mehreren Abenden große Teile der vorhandenen Parkplätze gesperrt, damit dort Filmequipment untergebracht werden konnte. 

Dies vorausgeschickt frage ich den Bezirksamtsleiter:

  1. Welche Dienstellen genehmigen solche verkehrlichen Einschränkungen für die Anwohner?
  2. Welche Abwägungen werden zwischen den Interessen der Anwohner (Gewerbetreibenden) und den Interessen der Film-Produktionsfirmen vorgenommen?
  3. Wie viele Genehmigungen solcher Art gab es in den Jahren 1999, 2000, 2001 im Bezirk Hamburg-Nord ?
  4. Welche Einnahmen entstanden durch diese Genehmigungen für die Stadt Hamburg ?

Kai Voet van Vormizeele     
Fraktionsvorsitzender