ANTRAG zu TOP 4.9 und 6.5 KgA 4/03  24.03.2003

 Hamburg, den 19.03.2003 

Betr.: Denkmalschutz für den Stadtpark kontraproduktiv  

Planungen des Denkmalschutzamtes, den Stadtpark in die Denkmalliste aufzunehmen, können für die Entwicklung der als „Volkspark“ genutzten Parkanlage mit seinen vielfältigen Angeboten im Interesse der Besucher und Nutzer nur als nachteilig empfunden werden. 

Im Juli 1910 war der Baubeginn für die Anlage des Hamburger Stadtparks. Bereits am 01.07.1914 konnte der größte Teil eröffnet werden. Das damals wegweisende Planungskonzept des Parks hat mit anderen Anlagen in Deutschland die Entwicklung der Gartenkunst zum damaligen Zeitpunkt nachhaltig beeinflusst. 

Die schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und das Fällen von Bäumen in der Nachkriegszeit haben die Anlagen und Bauwerke des Stadtparks stark beeinträchtigt. Auch Änderungen des Zeitgeschmacks und sich wandelnde Anforderungen an das Freizeitverhalten haben dazu geführt, dass der Park in Teilbereichen immer wieder ergänzt und verändert werden musste. 

Wir bitten wir den Kerngebietsausschuss um Zustimmung: 

Der Herr Bezirksamtsleiter wird gebeten sich dafür einzusetzen, dass der Stadtpark in Winterhude nicht in die Denkmalliste aufgenommen wird. 

Begründung:
Der Stadtpark wird in seiner bisherigen Größe und Anlage von niemandem in Frage gestellt. Die Flächen des Stadtparks befinden sich im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg. Überplanungen des Stadtparks z.B. mit Wohn- oder Geschäftsgebäuden können daher ausgeschlossen werden. 

Um das Grundkonzept des Stadtparks zu erhalten und um die ständigen Änderungen für eventuelle Veränderungen oder Ergänzungen zu steuern, bildet das Parkpflegewerk („Parkpflegewerk für den Hamburger Stadtpark“, 1997, Katalog von Vorschlägen für die mittelfristige Pflege- und Entwicklungsplanung von der damaligen Umweltbehörde in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt sowie der Bezirksverwaltung erstellt) eine Handlungsgrundlage; wobei die Einzelmaßnahmen im Detail abzustimmen sind. 

Eine Unterschutzstellung des Stadtparks würde sich nachteilig auswirken. Schon kleinste  bauliche Veränderungen müssten mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt werden und wären vielleicht nicht genehmigungsfähig. 

Ekkehart Wersich
Fraktionsvorsitzender im Kerngebiet