ALTERNATIV-ANTRAG zu Drs. 236/03 zur BV vom 10.04.2003

 Hamburg, den 23.04.2003

Betr.: „30“ auf die Straße – Achtung Kinder  

Bei den Einrichtungen von Tempo 30 km/h vor Schulen ist zu unterscheiden, ob sich diese in Tempo 30-Zonen befinden, wo generell ein Tempolimit von 30 km/h für alle umliegenden Straßen (z.B. im Wohngebiet) gilt, oder ob es sich um einen sog. Tempo 30-Abschnitt handelt, d.h. ein Gebiet in dem generell Tempo 50 km/h gilt, wo allerdings vor dem Schulgelände eine Tempobeschränkung auf Tempo 30 km/h angeordnet ist, die gegebenenfalls durch einen Zusatz zeitlich eingeschränkt ist (nur von 6 – 22 Uhr). 

Um bei den Autofahrern angesichts des herrschenden Schilderwaldes die besondere Aufmerksamkeit auf die Temporeduzierung zu lenken, wäre es wünschenswert, wenn an einigen ausgewählten Stellen ein Hinweis direkt auf der Fahrbahn vorhanden wäre. Dies kann jedoch nur an ausgewählten Stellen der Fall sein, um einen „Gewöhnungseffekt“ auf Hinweise auf der Fahrbahn zu vermeiden. In Tempo 30-Zonen kann ein Hinweis in einer großen „30“ erfolgen. In zeitlich begrenzten Tempo 30-Abschnitten ist dies so nicht möglich, da sich ansonsten die Zeichen am Straßenrand und auf der Straße hinsichtlich der zeitlichen Limitierung wiedersprechen würden. Daher wäre hier ein Zeichen „Achtung Kinder“ o.ä. denkbar. Da in diesen Abschnitten eine besondere Gefährdung der Missachtung des Tempolimits vermutet wird, soll hiermit begonnen werden. Hierzu wäre allerdings zunächst eine Prüfung der besonderen Gefährdungsstelle notwendig. 

Der Verkehrsausschuss möge für die Bezirksversammlung beschließen: 

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,  

in Hamburg-Nord für Tempo 30-Abschnitte vor Schulen d.h. bei Straßenzügen, für die normal Tempo 50 km/h vorgesehen und nur vor dem Schulgelände – für z.T. bestimmte Zeiten – ein Tempo 30 km/h-Abschnitt eingerichtet ist, und wo die objektive oder subjektive Gefährdungslage hoch ist, die zusätzliche Aufbringung von Ziffern oder Zeichen (z.B. Achtung Kinder (Zeichen 136)) direkt auf dem Straßenbelag bei den zuständigen Fachbehörden zu erreichen. 

Petra Wilske