Bezirksamt Hamburg-Nord                                                   Den 03.09.2003

ANTWORT 

auf die 

KLEINE ANFRAGE Nr. 37/2003

Fragesteller: BAbg. Dr. Andreas Schott (CDU) 

Betr.: Baumpflanzungen am Eppendorfer Moor 

Die Alsterkrugchaussee mit ihrem ausgelagerten Radweg bildet die östliche Grenze des Eppendorfer Moores. Da der Böschungsverlauf zwischen Straße/Radweg und den wesentlich tiefer liegenden Grünflächen sehr steil ist und die Böschung direkt an die Radwegkante grenzt, waren im Verlauf des Radweges immer wieder Versackungen und damit Unfallgefahren zu konstatieren. Gleichzeitig wurde die Benutzung des Radweges durch starken Strauchbewuchs nahezu unterbunden, so dass viele Radfahrer sich genötigt sahen, mit dem Rad durch die Grünanlage zu fahren. Damit verursachten sie ungewollte Einschränkungen für andere Erholungssuchende. 

Die im Frühjahr 2003 durchgeführten Maßnahmen stellen einen ersten Teilschritt zur Verbesserung der Böschungs- und Verkehrsproblematik dar und ermöglichen zudem die städtebauliche Rahmung der "Magistrale Alsterkrugchaussee" durch gleichgeartete Baumreihen an den Straßenrändern und auf dem Mittelstreifen. 

Die Bäume wurden vor ca. 8 Jahren in der Staatsbaumschule aufgeschult und regelmäßig umgeschult. Sie waren ursprünglich zur Rahmung der Festwiese im Stadtpark zugekauft worden. Die Verwendung der Bäume im Stadtpark wurde jedoch wegen der "Honigtauabsonderungen" der Linden und den damit verbundenen Einschränkungen der Festwiesennutzung für die Parkbesucher zugunsten der historisch vorhandenen Ulmen verworfen. 

Da die ca. 80 Bäume nun in der Verwendung frei waren, eine Verpflanzung an einen nunmehr endgültigen Standort notwendig wurde und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Kapazitäten zur Ausführung frei hatte, wurden die Arbeiten kurzfristig in Angriff genommen. Der vorgeschüttete Oberboden entstammt den Auskofferungsarbeiten aus der Platanenallee im Stadtpark. 

Da die Arbeiten relativ spät ausgeführt wurden, ist auf einen Rückschnitt der umgebenden Gehölze im Sinne des Naturschutzgesetzes zum Schutz der brütenden Vögel verzichtet worden. Diese notwendigen Arbeiten sollen im Herbst  ausgeführt werden. 

Dies vorausgeschickt beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt: 

Zu 1:    Es wurden bislang 48 Bäume gepflanzt; die Arbeiten wurden kostenneutral durch die SDW und Mitarbeiter der Gartenbauabteilung ausgeführt. 

Zu 2:    Siehe Vorbemerkung. 

Zu 3:    Nein. 

Zu 4:    Siehe zu 1. 

Zu 5:    Nein, siehe zu 1. 

Zu 6:    Ja, die Baumreihe soll komplettiert werden, weitere Aufforstungen im Sinne einer Saumbildung zum Waldrand sind mit Sträuchern und punktuellen Baumpflanzungen vorgesehen. 

Zu 7:    Die Maßnahmen wurden im Verlauf einer Begehung mit dem Ausschuss für Umwelt, Grünanlagen und Verbraucherschutz angesprochen. 

Frommann