PRÜFANTRAG

 Hamburg, den 19.11.2004

„Der Spielplatz Landwehr soll sicherer werden“ 

Auf dem Spielplatz Landwehr sorgt zur Zeit eine Summe von Problemen dafür, dass immer weniger Eltern ihre Kinder dort guten Gewissens spielen lassen.

  1. Verunreinigung: Der Spielplatz ist immer wieder durch Zigarettenkippen und Glasflaschen verunreinigt. Verschiedene Gruppen, die sich dort zum konsumieren alkoholischer Getränke niederlassen, hinterlassen die leeren Flaschen auf dem Boden oder in den Spielhäusern (die Art der Flaschen legt nahe, dass es sich zum einen um feiernde Jugendliche und zum anderen um Einzelkonsumenten handelt). Beide Formen der Verunreinigung stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die dort spielenden Kinder da (drei Zigarettenkippen sind für ein Kleinkind tödlich).
  2. Aufenthalt von Hunden auf dem Spielplatz während der klassischen Spielzeiten: mehrere Hundehalter der Umgebung nutzen den Spielplatz zum „Ausführen“ ihrer Hunde, da sie bequem auf einer Bank sitzen können während der Hund sich austobt. Es handelt sich hierbei um große Rassen, wie z.B. Schäferhunde. Weißt man die zum Teil alkoholisierten Halter, darauf hin, dass ein Verbotsschild existiert, erhält man Antworten, die von „nicht gewusst“ bis „mein Hund ist harmlos“ reichen und nicht alle Halter sind bereit den Platz zu verlassen.
  3. Aufenthalt von Personen zum Zwecke des Alkoholkonsums: Abgesehen von der unter 1. genannten Problematik hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass bei Kindern jemand, den sie regelmäßig sehen, nicht als Fremder gilt und deshalb Regeln, die sie Fremden gegenüber einzuhalten haben, nicht angewandt werden. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund bedenklich, dass diese Personen zum Teil den Kontakt mit den Kindern suchen und zu diesem Zweck auch Süßigkeiten einsetzen.
  4. Verletzungsgefahr an der Rutsche am Hang: der Hang ist auf der von unten gesehen linken Seite im unteren Drittel so hoch aufgeschüttet, dass Kinder, die den Seitenholm komplett umfassen können (oder mitrutschende Mütter) sich Abschürfungen zuziehen können.

Vor diesem Hintergrund möge der Ortsausschuss folgenden Maßnahmenkatalog beschließen: 

  1. Die Stadtreinigung wird beauftragt bei ihren wöchentlichen Reinigungen auch Zigarettenkippen zu entfernen und auch in den Spielhäusern sauber zu machen.
  2. Die Schulleiter der umliegenden (Berufs-)schulen werden beauftragt mit ihren Schülern das Thema „Feiern auf dem Spielplatz und die anschließende Pflicht zur ordnungsgemäßen Müllbeseitigung“ zu besprechen und in diesem Zusammenhang auch explizit auf die Gefahren von Alkohol und Zigaretten für kleinere Kinder einzugehen.
  3. Der bürgernahe Beamte  werden gebeten, abhängig von der Wetterlage regelmäßige Kontrollen auf dem Spielplatz durchzuführen
  4. Die Unfallgefahr an der Rutsche wird beseitigt.
  5. Der Bereich Tischtennisplatte plus Tribüne wird in ein zum Gesamtkonzept besser passendes Angebot umgewandelt.
    Begründung:
    Dieser Bereich wird seit langem nicht von den spielenden Kinder angenommen, sondern dient nur dem ungestörten Alkoholkonsum einiger Erwachsener. Anbieten würden sich aus unserer Sicht Wackelente oder ein Karussell.

Benjamin Bartels                                                                Stefanie Klinge
Fraktionsvorsitzender im
Ortsausschuss Barmbek-Uhlenhorst