ANTRAG

 Hamburg, den 13.09.2004

Ausbau Sengelmannstraße / Lärmschutzvarianten 

Per Drucksache 901-1/03 vom 11.11.2003 beantragte die CDU-Fraktion u.a.: 

„Der Stadtentwicklungsausschuss möge beschließen, dass die Lärmschutzmaßnahmen aufgrund der zu erwartenden Lärmbelästigung im Einmündungsbereich Heilholtkamp / Sengelmannstraße überarbeitet werden und die Ergebnisse dem Ausschuss vorgestellt werden.“ 

Bei Enthaltung der GAL-Fraktion wurde diese Beschlussempfehlung an die Bezirksversammlung geleitet und dort per Drs. 901-6/03 am 11.12.2003 beschlossen. 

Am 30.08.2004 wurden die Planungen nun im Kerngebietsausschuss vorgestellt. 

Aus Sicht des Antragsstellers sind die verkehrlichen Optionen noch nicht ausreichend geprüft worden. Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU-Fraktion im Kerngebietsausschuss erneut die Prüfung, dieses Mal konkretisiert auf drei Vorschläge (Variante A, B und C). Die CDU-Fraktion bittet den Kerngebietsausschuss um entsprechende Beschlussfassung . Der Herr Bezirksamtsleiter wird gebeten, sich für die Realisierung der folgenden Antragspositionen einzusetzen. 

1.    Es sollen für die nachfolgenden Varianten A, B und C Verkehrsuntersuchungen durchgeführt werden. In die Verkehrsuntersuchungen sollen folgende Fragestellungen mit einbezogen werden: Welche verkehrlichen Verlagerungen ergeben sich bei den Varianten innerhalb der Gartenstadt und welche Veränderungen ergeben sich für die verkehrliche Anbindung der Gartenstadt an das Einkaufszentrum auf dem Gelände der ESA. Dabei ist auch zu untersuchen, ob sich relevante Kaufkraftveränderungen für das Einkaufszentrum ergeben. 

       Variante A: Die Öffnung des Heilholtkamp bleibt für PKW erhalten. Der Lärmschutz für den Heilholtkamp wird durch versetzte Lärmschutzwände (Schleusenkonstruktion) gegenüber der vorliegenden Planung verstärkt.

       Variante B: Schließung des Heilholtkamp zur Sengelmannstraße und durchgehende Führung der Lärmschutzwand.

       Variante C: Die Öffnung des Heilholtkamp bleibt erhalten. Hinter der Lärmschutzwand wird eine Erschließungsstraße geführt. Der Verkehr in/aus der Gartenstadt wird am nördlichen Beginn der Lärmschutzwand oder an anderer Stelle über versetzte Lärmschutzwände in die Erschließungsstraße eingefädelt und südlich des Heilholtkamp in die Sengelmannstraße ausgefädelt. In Höhe des Heilholtkamp wird eine Fußweg- und Radwegquerung über die Sengelmannstraße mit Ampelsicherung geschaffen. Die Querung wird vom Heilholtkamp über eine „Schleusenkonstruktion“ in der Lärmschutzwand erschlossen. 

       Begründung zu 1.: Die lärmtechnische Untersuchung der Baubehörde zeigt, dass die Bewohner im Einmündungsbereich Heilholtkamp beim Ausbau der Sengelmannstraße in besonderem Maße von Lärmauswirkungen betroffen sein werden. Bei den Varianten A,B und  C könnte der aktive Lärmschutz wirksamer gestaltet werden. Allerdings ergeben sich bei den Varianten B und C verkehrliche Veränderungen, die vor einer evtl. Realisierung bewertet werden müssen. Zurzeit liegen derartige Untersuchungen nicht vor. Die „Schleusenkonstruktionen“ bei den Varianten A und C dienen zur Abdämmung der Lärmquellen für die Anlieger. 

2.    Für die Varianten A und C ist eine Realisierungsuntersuchung zu erstellen (z. B. vom Flächenbestand möglich?). 

3.    Für die Varianten A und C ist eine Akzeptanzuntersuchung bezüglich der betroffenen Anlieger zu erstellen (z. B. Verkehrsvolumen für die Erschließungsstraße, zusätzliche Lärmvolumina, Verdrängungseffekte für Fußgänger und Radfahrer, optische Akzeptanzelemente zusätzlich zur Lärmschutzwand). 

4.    Für die Varianten A und C ist eine lärmtechnische Untersuchung zu erstellen. 

5.    Desgl. für die Ergänzungsplanung der Baubehörde, welche am 30.08.04 im KGA vorgestellt wurde. Außerdem soll für diese Planung untersucht werden, ob sich aus ihr für die Gartenstadt die Gefahr einer Schleichwegbeziehung zwischen Sengelmannstraße und Hindenburgstraße ergibt. 

6.    Die Maßnahmen des aktiven Lärmschutzes sollten vorrangig eingesetzt werden. Diese sollen in Höhe und Führung den unterschiedlichen topografischen und baulichen Gegebenheiten entsprechen, z. B. Führung der Lärmschutzwand in unterschiedlicher Höhe, um auch dem Schutzbedürfnis in höher gelegenem Wohnraum, Balkons oder in anderen Freiflächen gerecht zu werden. 

7.    Es soll geprüft werden, ob die zurzeit nördlich vom Heilholtkamp an der Sengelmannstraße befindliche Druckknopfampel kurzfristig in eine rechnergesteuerte Ampel umgewandelt werden kann.

       Begründung: Zurzeit haben Autofahrer, welche vom Heilholtkamp auf die Sengelmannstraße, Fahrtrichtung Norden, gelangen wollen, keine freie Ausfahrt, wenn nicht ein Fußgänger bei der entfernt stehenden Ampel die Grünschaltung auslöst. 

8.    Die Ergebnisse aus den Antragspositionen 1.-7. sollen im zuständigen bezirklichen Ausschuss vorgestellt werden.  

      Ranno Kauffholtz                                        Georg Schulemann
(Fraktionsvorsitzender)