A N T R A G

 Hamburg, den 31.08.2004 

Betr.: U-Bahnhof Kiwittsmoor

hier: Einplanung eines behindertengerechten Aufzugs, einer behindertengerechten Toilette sowie einer Abstellfläche für mindesten 150 Fahrräder 

Der Zustand des U-Bahnhofvorplatzes Kiwittsmoor ist seit Jahren für viele Bewohner in Langenhorn Nord ein Ärgernis. Die Gebäude stehen seit einem Jahr leer und verfallen. Die Eisenträger der Überdachung des Rundweges im Innenhof sind im Bodenbereich verrostet, teilweise bereits durchgerostet. Aus Sicherheitsgründen muss etwas getan werden, weil dieser Innenhof zur Zeit an Werktagen von U-Bahnbenutzern mit weit über 100 Fahrrädern zugestellt wird, die überwiegend an die verrosteten Träger der Überdachung angeschlossen werden. 

Es ist bekannt geworden, dass der HVV nunmehr beabsichtigt, den Vorplatz neu zu gestalten. Die Planungen werden umfangreiche Bauarbeiten erfordern, so dass auch Wünsche der Bevölkerung ohne erheblichen Mehraufwand berücksichtigt werden können. 

Vor diesem Hintergrund beschließt der Ortsausschuss: 

Der Ortsamtsleiter und die Bauabteilung werden gebeten, sich dafür einzusetzen, dass bei der Neugestaltung des U-Bahnvorplatzes Kiwittsmoor mitgeplant werden: 

  1. ein behindertengerechter Aufzug zu den Bahnsteigen,
  2. eine behindertengerechte Toilette,
  3. mindestens 150 Abstellplätze für Fahrräder.         

Begründung:
Der U-Bahnhof Kiwittsmoor wird häufig von behinderten Patienten und Besuchern der Krankenhäuser Heidberg und Ochsenzoll sowie den Bewohnern des Schröderstifts benutzt.
 

Darüber hinaus wohnen im Umfeld des Bahnhofs viele ältere Mitbürger, die als mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Einkaufsmöglichkeit nur das EKZ Langenhorn Markt haben. Seit Jahren bemühen sich Hilfsorganisationen vergeblich um einen behindertengerechte Umgestaltung des Zugangs zu den Bahnsteigen. Die geplante Neugestaltung des U-Bahnhofsvorplatzes mit den umfangreichen Baumaßnahmen würde ohne viel Mehraufwand den Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls sowie einer behindertengerechten Toilette möglich machen. 

Viele Mitbürger aus dem Umkreis des U-Bahnhofs Kiwittsmoor fahren den Bahnhof an Werktagen mit dem Fahrrad an. Zählungen im August 2004 haben ergeben, dass an Werktagen 135 bis 160 Fahrräder dort abgestellt werden. Zur Zeit wird der gesamte Innenbereich der Bebauung mit Fahrrädern zugestellt. Die Stellplätze hinter den Gebäuden werden offenbar aus Sicherheitsgründen nur wenig genutzt. Bei der Neuplanung sollten mindestens 150 Abstellplätze  geschaffen werden, um zu verhindern, dass durch abgestellte Fahrräder der Vorplatz wieder unansehnlich wird.   

 

Richard Seelmaecker                         Dieter Nehrke
CDU-Fraktionsvorsitzender im
Ortsausschuss Fuhlsbüttel/Langenhorn