ANTRAG

 Hamburg, den 27.09.2004

Betr.: Neubau auf dem Grundstück der Heiligengeistkirche an der Ecke Hufnerstraße/Brucknerstraße
  
      Städtebauliche Varianten zur Umgestaltung des Stadtraumes und zur  Neubebauung 

Der Stadtentwicklungsausschuss möge  beschließen:  

Die Stadtplanungsabteilung des Bezirksamtes Hamburg-Nord wird gebeten, mehrere städtebauliche Varianten für die Umgestaltungs- und Bebauungsmöglichkeiten in dem Stadtraum von der Lokoppelstraße bis zur Kreuzung der Hufnerstraße / Osterbeckstraße zu erstellen und dem Ausschuss vorzustellen. Die Notwendigkeit für die Überplanung dieses Stadtraumes ergibt sich durch den bereits beschlossenen Abbruch der Kirche und des Pastorates.


Begründung:
Die durch schwere Kriegsschäden baufällige Kirche und das Pastorat wird auf Beschluss der Kirchengemeinde abgerissen werden.
 

Die Kirche wurde am Ende eines Platzes errichtet. Diese städtebauliche Figur ist heute, auch nach dem Wiederaufbau nach dem Krieg und den Veränderungen der Straße, noch deutlich zu erkennen. Der ehemalige Kirchenplatz beginnt im Süden an der Lokoppelstraße verbreitert sich, begrenzt durch die Wohngebäude an der Reesestraße nach Norden. Deutlich ist die zweite Fahrspur im Osten des Platzes (vor den dreigeschossigen Wohngebäuden) zu erkennen. 

Nördlich der Brucknerstraße steht die Kirche an der breitesten Stelle des Platzes. Der Platz endete hinter der Kirche. Hier liefen die beiden, ursprünglich gleichberechtigten Fahrspuren, zusammen. An der östlichen Seite ist die Fahrspur vor dem Pastorat heute noch vorhanden. Der Platz hinter der Kirche wurde durch die Bebauung des Kindertagesheimes und des angrenzenden Geschosswohnungsbaus verändert. 

Sämtliche Flächen wurden von Bebauung freigehalten, um eine Sicht auf die Kirche zu ermöglichen. Lediglich durch die Bäume ist der Blick geringfügig beeinträchtig. 

Der Abbruch der Kirche erfordert nun, dass der eigens für sie geschaffene Platz städtebaulich überplant werden muss. Die Flächen des Platzes haben sich grundsätzlich in ihrer Funktion gewandelt. Durch den vierspurigen Ausbau des in nord-südlicher Richtung verlaufenen Straßenzuges Hufnerstraße / Reesestraße bietet der Platze keine Aufenthaltsqualitäten mehr. Insbesondere die Freifläche südlich der Brucknerstraße wäre nach Abbruch der Kirche ohne jede Funktion, sodass man sie als dann als Restfläche bezeichnen müsste. 

Der von der Stadtplanungsabteilung am 19.07.04 gemachte Vorschlag, der dem Stadtentwicklungsausschuss erst am 16.09.04 zu Kenntnisnahme gegeben wurde, ein Gebäude mit ca. 10 Geschossen auf dem Baufeld der Kirche zu errichten, kann nur als eine mögliche Variante zur Umgestaltung des Platzes angesehen werden. 

Die Stadtplanungsabteilung soll daher dem Ausschuss in mehreren Varianten skizzenhaft unterschiedliche Vorschläge zur Umgestaltung des Platzes und zu den Neubaumöglichkeiten, einschließlich der Ermittlung der Bruttogeschossflächen, aufzeigen.

Elisabeth Voet van Vormizeele                    Jens Quast