DRINGLICHER ANTRAG
                                                                                                                  07.12.05

Betr.: Geräusch- und Geruchsbelästigung durch die Wäscherei im Klinikum Nord/Ochsenzoll

Die Wäscherei der TexiG GmbH, eine Gesellschaft des Landesbetriebes Krankenhäuser (LBK), ist im Jahr 2000/2001 auf dem Gelände des Klinikums Nord/Ochsenzoll errichtet und im August 2001 in Betrieb genommen worden. In der Anlage können tgl. mehr als 30 t Wäsche gereinigt werden. Bereits im Sept. 2002 beschwerten sich Anwohner der Weygandtstraße, Fibigerstraße und des Neubergerweges über das laute Zischen, mit dem Überdruck durch zwei Düsen auf dem Dach des Wäschereigebäudes abgelassen wurde.

Die Lärmbelästigung durch die in zwei Schichten von 6.00 h - 23.00 h betriebene Anlage trat nahezu täglich auf, die einzelnen Lärmereignisse dauerten bis zu einer Viertelstunde. Lärmbelästigungen traten auch am Abend und an den Wochenenden auf.

Bei ungünstigem Wind roch es in dem genannten Wohngebiet stark nach Waschküche und Weichspüler.

Die Beschwerden der Anwohner führten im Oktober 2002 zu einer Anfrage an das Bezirksamt Nord, das diese noch im Oktober 2002 beantwortete. Es sollte eine Lärmmessung des Gesundheits- und Umweltamtes erfolgen, die aber nicht durchgeführt worden ist, weil die Geräuschemissionen im November 2002 nicht mehr von den Anwohnern festgestellt wurden.

Welche Maßnahmen die Belästigungen beseitigt haben, ist nicht bekannt.

Etwa Mitte des Jahres 2004 begannen die Lärmbelästigungen erneut. In regelmäßigen Abständen wurde Überdruck mit lautem Zischgeräusch abgelassen. Anrufe und Rückfragen bei der TexiG GmbH stießen auf Verständnis, änderten aber nichts am Sachverhalt. Angeblich entstand der Überdruck durch Nichtauslastung der Anlage und musste jeweils abgelassen werden. Seit Oktober 2005 ist nur noch gelegentlich ein lautes Zischen zu hören.

Eine Lösung dieses Problems ist sowohl zur Minderung der Belastung der heutigen Anwohner als auch vor dem Hintergrund des Bebauungsplanes Langenhorn 22 erforderlich, der auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll  Wohnbebauung vorsieht. Neben dem Schutz vor vermeidbaren Belästigungen geht es auch darum, den Wohnwert der geplanten Wohngebiete nicht unnötig herabzusetzen.

Vor diesem Hintergrund wird beantragt:

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

1. Die zuständige Behörde wird gebeten, die technischen Anlagen der Wäscherei zu überprüfen und die Ursache für die Lärm- und Geruchsbelästigungen zu ermitteln.

2.   Die zuständige Behörde wird gebeten, Vorschläge für einen dauerhaften Schallschutz sowie eine Vermeidung von Geruchsbelästigungen, beispielsweise durch betriebliche Umstellungen oder geeignete Filtersysteme, zu erarbeiten und zu berichten.

Dr. Andreas Schott                                     Gebhard Kraft
Fraktionsvorsitzender

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