ANTRAG

 09.11.2005

Betr.: Geräusch- und Geruchsbelästigung durch die Wäscherei im Klinikum 
          Nord/Ochsenzoll

Die Wäscherei der TexiG GmbH, eine Gesellschaft des Landesbetriebes Krankenhäuser (LBK), ist im Jahr 2000/2001 auf dem Gelände des Klinikums Nord/Ochsenzoll errichtet und im August 2001 in Betrieb genommen worden. In der Anlage können tgl. mehr als 30 t Wäsche gereinigt werden. Bereits im Sept. 2002 beschwerten sich Anwohner der Weygandtstraße, Fibigerstraße und des Neubergerweges über das laute Zischen, mit dem Überdruck durch zwei Düsen auf dem Dach des Wäschereigebäudes abgelassen wurde. Die Lärmbelästigung durch die in zwei Schichten von 6.00 h - 23.00 h betriebene Anlage dauerte fast tgl. rund um die Uhr gelegentlich 5 - 15 Minuten, aber auch an den Abenden oder an Wochenenden mehrere Stunden an. Bei ungünstigem Wind roch es in dem genannten Wohngebiet stark nach Waschküche und Weichspüler.

Die Beschwerden der Anwohner führten im Oktober 2002 zu einer Anfrage an das Bezirksamt Nord, das diese noch im Oktober 2002 beantwortete. Es sollte eine Lärmmessung des Gesundheits- und Umweltamtes erfolgen, die aber nicht durchgeführt worden ist, weil die Geräuschemissionen im November 2002 nicht mehr von den Anwohnern festgestellt wurden. Welche Maßnahmen die Belästigungen beseitigt haben, ist nicht bekannt. Etwa Mitte des Jahres 2004 begannen die Lärmbelästigungen erneut. In regelmäßigen Abständen wurde Überdruck mit lautem Zischgeräusch abgelassen. Anrufe und Rückfragen bei der TexiG GmbH stießen auf Verständnis, änderten aber nichts am Sachverhalt. Angeblich entstand der Überdruck durch Nichtauslastung der Anlage und musste jeweils abgelassen werden. Seit Okt. 2005 ist nur noch gelegentlich ein lautes Zischen zu hören.

Vor diesem Hintergrund wird beantragt:

Der Stadtentwicklungsausschuss möge beschließen:

1.  Die Bauaufsichtsbehörde wird gebeten, die technischen Anlagen der Wäscherei

     zu überprüfen und die Ursache für die Lärm- und Geruchsbelästigungen zu ermitteln.

2.   Die Bauaufsichtsbehörde wird gebeten, Vorschläge für einen dauerhaften

      Schallschutz sowie eine Vermeidung von Geruchsbelästigungen, evtl. durch

      Luftfilter, zu erarbeiten und vorzustellen.

Begründung:

Die Begründung ergibt sich aus dem geschilderten Sachverhalt. Ein dauerhafter, guter Schallschutz ist auch deshalb erforderlich, weil nach dem Bebauungsplan Langenhorn 22 auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll eine Wohnbebauung geplant ist; der Wert der Grundstücke aber durch die Lärmbelästigung erheblich vermindert wird.

Richard Seelmaecker                                                               Dieter Nehrcke

[zurück zur Übersicht]