Bezirksamt Hamburg-Nord                                                                      Den 02.02.2005 

A N T W O R T 

a u f  d i e 

Kleine Anfrage Nr. 1/05 

Fragesteller:    BAbg.  Dr. Wolf, Jens 

Betr.: Verwahrlosung von Wohnungen (KA 01/05) 

Das Bezirksamt beantwortet die Fragen wie folgt:

Zu 1.
Im Jahr 2003 sind zwei Fälle und im Jahr 2004 ein Fall bekannt geworden, indem die Wohnungspflege gem. § 8 des Gesetzes zur Erhaltung und Pflege von Wohnraum tätig werden musste.
 

Zu 2.
Im Jahr 2003 ist eine Räumungsverfügung gem. § 8 Abs. 2 des Gesetzes zur Erhaltung und Pflege von Wohnraum erlassen worden.
 

Zu 3.a
Nicht bekannt.
Zu 3.b
In einem Fall.

Zu 3.c
In keinem Fall.
 

Zu 4.
In einem Fall.
 

Zu 5.
Siehe Antwort zu 1, in drei Fällen.
 

Zu 6.
Unverzüglich nach Bekanntwerden wird ein Hausbesuch durch das eingeschaltete Gesundheitsamt oder bei älteren Bürgern durch die Seniorenberatung durchgeführt.  Bei Familien mit minderjährigen Kindern wird das Jugendamt eingeschaltet. Der Umfang  der erforderlichen Hilfe (Entmüllung - Grundreinigung und daran anschließende regelmäßige Hilfe zur Weiterführung des Haushaltes bzw. Putzhilfe ) wird dann festgestellt und bei Bedarf bewilligt.

In besonderen Einzelfällen wird eine gesetzliche Betreuung  beim Amtsgericht beantragt.  

Zu 7.

Wenn die Hilfe durch einen Pflegedienst angenommen wird, besteht über diesen der Kontakt zu den Seniorenberaterinnen und –beratern bzw. zum Sozialamt, so dass eine  erneute Verwahrlosung vermieden werden kann.    

Bei Personen bis zum 60. Lebensjahr überprüft das Gesundheitsamt, ob die Ursache für die Verwahrlosung in einer psychischen Erkrankung oder einer seelischen oder geistigen Behinderung besteht und veranlasst die im Einzelfall nötigen Hilfsmaßnahmen (auch präventiv). Diese können -abhängig von der konkreten Problemlage- aus den Bereichen Pflege, Haushaltshilfe, Eingliederungshilfe, ärztliche Behandlung, Psychotherapie oder rechtliche Betreuung kommen. 

Frommann

[zurück zur Übersicht]