17.02.2006

ANTRAG

Betreff: Denkmal „Am Licentiatenberg“ und Nachdenkmal „Schützengraben - Soldatengrab“ in Groß Borstel

Auf der gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Sportausschusses im Stavenhagenhaus am 24. Januar 2006 sind unterschiedliche Meinungen zur Zukunft des o.g. Denkmals deutlich geworden. Insbesondere der Kommunalverein Groß Borstel, der das Denkmal in den 20er Jahren aufgestellt hat, hat sich durch seinen Vorsitzenden gegen eine Wiedererrichtung ausgesprochen. Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass dieser Aussage eine entsprechende Meinungsbildung im Kommunalverein vorausgegangen ist.

Der Kultur- und Sportausschuss möge daher für die Sitzung der Bezirksversammlung beschließen:

  1. Vandalismus kann grundsätzlich kein Kriterium dafür sein, ob Denkmäler erhalten bleiben oder nicht?
  1. Maßgeblich für die Entscheidung über die Zukunft des Denkmals am Licentiatenberg sollte vorrangig die Meinung der Groß Borsteler Bürgerinnen und Bürger sein. Aufgrund der großen Verankerung im Stadtteil sollte dabei insbesondere die Meinung der Mitglieder des Kommunalvereins für die Frage des Wiederaufbaus von der Kulturbehörde berücksichtigt werden.
  1. Bei einer möglichen Entscheidung gegen den Wiederaufbau des Denkmals "Am Licentiatenberg", die zwingend mit einem Rückbau des Nachdenkmals „Schützengraben – Soldatengrab“ zu verbinden wäre, soll sichergestellt sein, dass die Tafelelemente im Stadtteil verbleiben können und z.B. im Bereich des Stavenhagenhauses aufgestellt werden.
  1. Im Falle eines Abbaus sollte eine dokumentarische  Nachbearbeitung durch das Museum für Hamburgische Geschichte unterstützt werden.

Ina Diepold
und die CDU-Fraktion

[zurück zur Übersicht]