ANTRAG                                                                                                                      03.07.2006

 

Betr.:  Überplanung der Langenhorner Chaussee von der Landesgrenze (Norderstedt) bis Fibigerstraße

 Der Herr Ortsamtsleiter wird gebeten, sich dafür einzusetzen, dass bei einer Überplanung der Langenhorner Chaussee zwischen Landesgrenze und Fibigerstraße

  1. die Straßenbreite von zum Teil nur zehn Metern zwischen den Bordsteinen erhalten bleibt.
  2. die Zahl der Fahrspuren auf drei beschränkt wird und die entstehende Mittelspur für Linksabbiegerverkehr sowie Fußgängerinseln genutzt wird (siehe Skizze).

Begründung:

Die Stadt Norderstedt beabsichtigt, die Kreuzung Segeberger Chaussee – Schleswig-Holstein-Straße – Langenhorner Chaussee zu überplanen. In Nord-Süd-Richtung soll ein Tunnel, über dem Tunnel, in der Segeberger Chaussee, ein Kreisel entstehen.

Dadurch ist es erforderlich, auch die Langenhorner Chaussee im Bereich Landesgrenze bis Fibigerstraße zu überplanen. Eine mögliche Verbreiterung der Langenhorner Chaussee würde den Ortsteil Ochsenzoll zerschneiden und seine Urbanität zerstören. Die anliegende Bebauung mit Geschäfts- und Wohnhäusern ist seit der intensiven Bebauung Nord Langenhorns im Jahre 1932 zusammen mit dem Schmuggelstieg zu einem beliebten Einkaufsgebiet geworden. Eine große Anzahl der Geschäfte ist seit über 80 Jahren am Platz. Es gilt, dieses Gebiet in seiner gewachsenen Struktur zu erhalten und weiter zu entwickeln. Dazu ist erforderlich, dass die Langenhorner Chaussee nicht verbreitert wird.

Die Linksabbiegeprobleme, - schon jetzt sind je Richtung sechs Linksabbiegeerfordernisse von Bedeutung vorhanden - , und die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer könnten durch eine Reduzierung der Fahrspuren auf drei gelöst werden. Die dadurch entstehende Mittelspur könnte sowohl für den Linksabbiegeverkehr als auch für Fußgängerinseln genutzt werden. Der Linksabbiegeverkehr wird durch die Bebauung Tarpenbek Park, Kathäuser Hof, Park and Ride am Bahnhof Ochsenzoll und den Ausbau des Autohauses Wichert stark zunehmen. Durch die neuen Linksabbiegespuren wird auch das Unfallpotenzial erheblich gemindert. Darüber hinaus wäre auch der Zugang zu dem Kindergarten der St. Annen-Kirche sicherer.

Für den Durchgangsverkehr mit tgl. 26.000 Kfz sind zwei Spuren ausreichend (Die Segeberger Chaussee ist zweispurig und nimmt tgl. 33.000 Kfz auf). Durch Anbindung der Niendorfer Straße an die Ortsumgehung Fuhlsbüttel wird es für die Autofahrer künftig eine Zeitersparnis bedeuten, von dem Knoten Ochsenzoll über diese Verbindung den Flughafen, bzw. den Knoten Sengelmannstraße/Alsterkrugchaussee zu erreichen. Hierdurch ist eher mit einer Stagnation des Durchgangsverkehrs in der Langenhorner Chaussee zu rechnen.

Für die CDU-Fraktion:
Richard Seelmaecker                                                  Claus Pfeil
                  

Anlage: Skizze

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