ANTRAG

Hamburg, den 18.09.2007

Betr.: Pfadfinderinnenheim am Justus-Strandes-Weg  

Die im Justus-Strandes-Weg beheimateten Pfadfinderinnen waren wiederholt zu Gast im Jugendhilfeausschuss. Sie haben zum Ausdruck gebracht, welche Ressourcen sie benötigen, um ihre erfolgreiche Mädchenarbeit in direkter Nachbarschaft mit einem neu zu errichtenden Jugendclub fortsetzen zu können. Der Jugendhilfeausschuss hat seine Unterstützung zugesagt.  

Vor diesem Hintergrund möge der Jugendhilfeausschuss beschließen, dass folgende Punkte beim Neubau der geplanten Jugendeinrichtung, die von den Pfadfinderinnen und vom Jugendclub genutzt werden soll, berücksichtigt werden:  

  1. Das Pfadfinderheim erhält einen völlig separaten Eingang.
  2. Die Räume werden nur von den Pfadfinderinnen genutzt und sind auch nur für diese zugänglich. Eine Doppelnutzung ist ausgeschlossen.
  3. Das Raumangebot muss großzügig bemessen sein. Im Pfadfinderheim sind zwei Stämme mit jeweils 60 Mädchen untergebracht. Das Interesse junger Mädchen Pfadfinder zu werden ist groß. Die Mitgliederzahl ist steigend.
  4. Das Pfadfinderheim wird mit mindestens einer Küche und zwei Bädern ausgestattet, da gemeinsames Kochen und übernachten zum Konzept gehören.
  5. Die Pfadfinderinnen benötigen eine großzügige Freifläche, da viele Aktivitäten draußen stattfinden und auch die Naturverbundenheit zum Konzept gehört.
  6. Die Freifläche muss umzäunt sein. Schon jetzt gibt es Probleme mit Zerstörungen.
  7. Die Pfadfinderinnen werden zu den anstehenden Planungsterminen eingeladen, damit sie dort vertreten sein können.
  8. Der Mietvertrag muss langfristig sein. Die Laufzeit sollte mindestens 10 Jahren plus Option betragen.

Begründung:
Auf dem ca. 850 qm großen Grundstück haben seit  Jahren die Pfadfinderinnen das jetzt baufällige Gebäude genutzt. Dieser Standort und die langjährige anerkannte Arbeit der Pfadfinderinnen dürfen durch die Eröffnung eines neuen Jugendclubs nicht gefährdet werden. Die Pfadfinderinnen sind bereit, ihre Arbeit in der unmittelbaren Nachbarschaft eines neuen Jugendclubs fortzusetzen. Diese Nachbarschaft könnte sich aber auch als schwierig erweisen, z. B. durch die unterschiedlichen Konzepte der Einrichtungen.

Um Konflikte zu vermeiden und den reibungslosen Betrieb beider gewünschter Einrichtungen zu gewährleisten, müssen die o. a. Punkte bei der Planung unbedingt Berücksichtigung finden. Es liegt nicht im Interesse des Jugendhilfeausschusses einen bestehenden und funktionierenden Treffpunkt durch die Eröffnung eines neuen Jugendclubs zu gefährden.  

Elisabeth Voet van Vormizeele                           Karin Nielsen

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