A N T W O R T  

a u f  d i e  

KLEINE ANFRAGE 22/2008  

Fragesteller:    BAbg  Dagmar Rams, Marcus Müller, Klaus Bucksch, Michael Ladi, Elisabeth Voet van Vormizeele (CDU)  

Betr.: Radfahren im Graumannsweg  

In der Straße Graumannsweg gibt es nicht nur Anliegerverkehr, sondern dort wird auch der überörtliche Verkehr, von der Innenstadt kommend, in Richtung Wandsbek abgewickelt. Im Graumannsweg gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Fahrbahn im  Abschnitt zwischen Papenhuder Straße und Kuhmühle ist 5,50 m breit. Beidseitig der Fahrbahn ist Fahrbahnrandparken erlaubt. Die Verkehrsstärken liegen bei ca. 7.300 Kfz/24 h (Zählung vom 07.06.1999).  

Dies vorausgeschickt beantworte ich die Anfrage gem. § 24 BezVG  wie folgt:  

Zu 1:

Nein.

Die Einrichtung eines separaten Fahrradweges setzt einen ausreichenden Querschnitt in den Nebenflächen voraus und dieser ist im Graumannsweg nicht vorhanden. Die Nebenfläche im Graumannsweg (zwischen Haus-Nr. 75 und 37) besteht aus einem ca. 2,00 m breiten Seitentrennstreifen (Bäume, Straßenmöblierung) und einem 1,50 m breiten Gehweg. Die Fläche für einen 1,50 m breiten Radweg ist - im öffentlichen Grund - nicht vorhanden.  

Zu 2:

Nein.

 

Zu 3:

Keine. Auch die Herstellung eines Radfahrstreifens* ist im Graumannsweg aus straßenbaulicher Sicht nicht empfehlenswert, weil bei Kraftfahrzeugstärken über 4.000 Kfz/24 h bei gegengerichtetem Radverkehr in der Regel eine separate Radverkehrsführung angebracht ist (siehe auch Antwort zu 1).

* Ein Radfahrstreifen ist ein auf der Fahrbahn abmarkierter benutzungspflichtiger Sonderweg für den Radverkehr.  

Darüber hinaus hätte die Herstellung eines Radfahrstreifens einen Parkplatzverlust von ca. 11 Parkplätzen zur Folge, weil der Radfahrstreifen auf der jetzigen Fläche für die Längsparker eingerichtet werden müsste. Die Längsparker, auf der Seite mit den ungeraden Haus-Nummern, müssten dann in den Seitentrennstreifen verlagert werden. Zusätzliche Gefahren bestehen auch durch die zahlreichen Gehwegüberfahrten und durch die querenden ein- und ausparkenden Fahrzeuge.  

Zu 4:

Die Einrichtung eines Radfahrstreifens setzt bauliche Abgrenzungen im Bereich des Knotens Kuhmühle / Ifflandstraße voraus. Die Kosten werden auf ca. 20.000 Euro geschätzt.  

Frommann

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