GROßE ANFRAGE

 Hamburg, den 30.05.08              

Betr.: Bezirkliche Wochenmärkte 

Wochenmärkte dienen der kommunalen Nahversorgung und zeichnen sich in der Regel durch Angebotsvielfalt sowie regionale Händler und Produkte aus. Unter dem Gesichtspunkt der Sicherstellung der kommunalen Nahversorgung, der Angebotsvielfalt und der Angebotsqualität auf der einen sowie der finanziellen und organisatorischen Leistungsfähigkeit der Verwaltung auf der anderen Seite stellen sich verschiedene Fragen.

Wir fragen den Herrn Bezirksamtsleiter:

1.

a)    Wo gibt es im Bezirk Hamburg-Nord regelmäßige Wochenmärkte?

b)    Zu welchen Zeiten finden die Wochenmärkte wo statt?

c)    Wie viele Händler sind auf welchen Wochenmärkten, um Waren anzubieten?

d)    Von wem werden diese Wochenmärkte organisiert?

e)    Wonach wird entschieden, welcher Händler seine Waren auf dem Wochenmarkt anbieten darf?

f)     Wer entscheidet über Ort und Öffnungszeiten der Wochenmärkte?  

2.

a)    Haben die Marktbeschicker sich den veränderten Ladenöffnungszeiten bzw. den damit evtl. einhergehenden geänderten Einkaufsgewohnheiten der Marktbesucher angepasst?

b)    Hat das Bezirksamt hierauf in irgendeiner Weise reagiert oder wird noch darauf reagieren?

                                          i.    Wenn ja, in welcher Form?

                                         ii.    Wenn nein, warum nicht?  

3.

a)   Gibt es Richtlinien für die Beschaffenheit der Marktstände?

g)    Wie hoch ist die Standgebühr pro Händler und wonach bemisst sich ihre Festlegung?

h)    Sind Gebührenerhöhungen oder –Senkungen geplant?

                                          i.    Wenn ja, zu wann?

i)      Wie hoch ist die Flächenbelegung in Prozent anteilig an dem Maximum der möglichen zu vergebenden Gesamtmarktfläche auf den jeweiligen Wochenmärkten?

j)      Wie wird die maximale Auslastung der Marktfläche sichergestellt?

k)    Wie wird Angebotsvielfalt und –Qualität der Waren sichergestellt?  

4.

a)    Wie viel Prozent der Händler auf den Wochenmärkten im Bezirk Hamburg-Nord sind

                                          i.    lokale Händler?

                                         ii.    regionale Händler?

                                        iii.    überregionale Händler?

                                       iv.    internationale Händler?

b)    Wie schlüsseln sich die Sortimente der Händler in Prozent auf nach

                                          i.    Obst/Gemüse?

                                         ii.    Fleisch/Fisch?

                                        iii.    Backwaren?

                                       iv.    Blumen/Pflanzen?

                                        v.    Internationale Spezialitäten?

                                       vi.    Kleidung?

                                      vii.    Sonstiges?

5.

Liegen dem Bezirksamt Zahlen über die Jahresumsätze und Besucherzahlen der bezirklichen Wochenmärkte vor?

a)    Wenn ja, bitte nach Wochenmarkt und Jahren (2003 – 2007)gegliedert auflisten  

6.

a)    In wessen Verantwortung liegt die Reinigung der Marktfläche nach Ende des Wochenmarktes?

b)    Werden die Händler in die Reinigung personell einbezogen?

c)   Werden die Händler in die Reinigung finanziell einbezogen?  

7.

a)    Welche Arten von Ausgaben verursachen die Wochenmärkte für den Bezirk und wie hoch sind sie im Einzelnen (z.B. Investitionen, Unterhalt, Organisation, Personal, Reinigung, etc.)?

b)    Decken die Gebühreneinnahmen des Bezirks die unter 6a benannten Ausgaben, gibt es einen Gewinn oder Verlust?

c)    Wie hat sich die finanzielle Jahresbilanz für den Bezirk-Nord bezogen auf die Einnahmen und Ausgaben für die Wochenmärkte in den letzten fünf Jahren entwickelt (2003 – 2007)?

d)    Wie viele Beschäftigte des Bezirksamts Hamburg-Nord sind mit der Planung, Organisation und Durchführung von Wochenmärkten beschäftigt?

e)    Wie haben sich die jährlichen Personalkosten und allgemeinen Verwaltungskosten für die unter Punkt 6d genannten Beschäftigten in den letzten fünf Jahren entwickelt (2003 – 2007)?

f)     Wurden Maßnahmen zur Kostensenkung geprüft?

                                          i.    Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

                                         ii.    Wenn nein, warum nicht?

 

Dr. Andreas Schott                   Rando Aust