ANTRAG 

 Hamburg, den 11.05.2009

Verbesserung der Sauberkeits- und Pflegesituation an der Außenalster und im Stadtpark                   

Sachverhalt  

Die Außenalster und der Stadtpark sind herausragende Bereiche für die Naherholung und werden von Touristen und Bewohnern aus ganz Hamburg u.a. zum Spazieren, Joggen und Fahrradfahren gerne und häufig frequentiert. Als „Visitenkarten“ Hamburgs sollten sie in besonderem Fokus des Bezirksamtes stehen. Es muss das gemeinsame Ziel von Verwaltung und Politik sein, eine nachhaltige Nutzung der Außenalster und des Stadtparks sicherzustellen.  

Der Hamburger Senat hat im letzten Jahr 800.000 € bewilligt, um die Wege an der Außenalster zu verbessern und mit einer neuen Deckschicht zu versehen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die Bänke und Papierkörbe ausgetauscht, um ein einheitliches Bild rund um die Alster zu erreichen und die Situation für Nutzer der Außenalster zu verbessern.  

Das Problem, das jedoch unvermindert anhält und regelmäßig wieder auftaucht, ist die Sauberkeit an der Außenalster und im Stadtpark. Normalerweise sollte jeder eigenverantwortlich seinen Müll beseitigen und umweltgerecht entsorgen. Die Realität sieht leider anders aus: Besonders in den wärmeren Monaten, in denen sich viele Menschen bis in die späten Abendstunden an der Außenalster und im Stadtpark aufhalten und grillen oder picknicken, sorgen Müll- und Grillreste für erhebliche Verschmutzungen. Die Alster- und Stadtparkwiesen sind mit Unrat, zurückgelassener Grillkohle sowie Lebensmittel- und  Getränkeresten übersät.  

Ein solcher Zustand ist für Anwohner und Nutzer dieser Grünanlagen ein unerträglicher Anblick und sollte auch aus umweltpolitischen Gründen schnell verbessert werden. Es entstehen dem Bezirk erhebliche Kosten für die Müllbeseitigung. Jeder Euro, der für die zusätzliche Reinigung ausgegeben werden muss, belastet direkt den Etat, der eigentlich für die Pflege und den Erhalt der Grün- und Naherholungsanlagen vorgesehen ist.  

Darüber hinaus bieten die Essensreste einen idealen Nährboden für Ratten. Die dadurch hervorgerufene alljährliche Rattenplage ist mit Blick auf die Krankheiten, die übertragen werden können, nicht hinnehmbar.  

Die Bezirksversammlung möge beschließen:  

Die Bezirksamtsleitung möge folgende Punkte mit der Zielsetzung, die Sauberkeit an der Außenalster und im Stadtpark zu verbessern, umsetzen:  

- Maßnahmen zu prüfen, die geeignet sind, die Eigenverantwortung der Nutzer zu steigern, und Müll zu vermeiden.  

- Durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit die Bürger in die Pflicht zu nehmen, die Freizeitflächen aufgeräumt zu hinterlassen. Mitgebrachte Lebensmittel und Verpackungen dürfen nicht zurückbleiben. Grills müssen entsorgt werden.  

- Aufklärungsarbeit leisten, welche Kosten durch die Reinigung, Instandhaltung und Pflege der Flächen entstehen, die rücksichtslos genutzt werden.  

- Erhöhung der Reinigungsfrequenz in den wärmeren Monaten, insbesondere an potenziellen Grill-Wochenenden, damit der hinterlassene Müll zügig beseitigt wird.  

- Erhöhung der Anzahl der Kümmerer an der Außenalster und im Stadtpark.  

- Verbesserung der Möglichkeiten für die Müllentsorgung durch ggf. zusätzliche Abfallbehälter  

- Prüfung von Möglichkeiten, Grillkohle fachgerecht und praktikabel zu entsorgen.  

- Prüfung von Möglichkeiten und Maßnahmen, mit denen die Anwohner an der Außenalster vor den durch das Grillen hervorgerufenen Geruchs- und Qualm-Belästigungen geschützt werden können. Hierbei sollten Reglementierungen nicht ungeprüft bleiben.  

- Erhöhung der Frequenzen für die Pflege der Hecken und Büsche an der Außenalster.  

Dr. Andreas Schott                                      Christine Brüggemann
Fraktionsvorsitzender                                  Christoph J. Ploß
                                                                  Dagmar Rams

                                                                  Gert Seeger

                                                                 
Elisabeth Voet van Vormizeele
                                                                
Dr. Jens Wolf