Alternativ – Antrag

zu TOP 5.3 – Drs.: 3075/09

Hamburg, den 14.05.2009  

Betr.: Realisierung des Musikerzentrums Marschnerstraße/Holsteinischer Kamp  

Musik ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Hamburg. Der Senat hat sich daher zum Ziel gesetzt, Hamburg als Musikstadt weiter zu entwickeln. Äußeres Zeichen dafür ist nicht nur der Bau der Elbphilharmonie, sondern u.a. auch die musisch-kulturelle Grundausbildung von Kindern und Jugendlichen. Für die Bürgerinnen und Bürger muss die Musikstadt Hamburg auch im Stadtteil erlebbar sein.  

Auch im Bezirk Hamburg-Nord besteht eine lebendige Musikszene. Das Quartierentwicklungskonzept für das Entwicklungsquartier Barmbek-Süd/Parkquartier Friedrichsberg sieht auf der Brachfläche Marschnerstraße / Holsteinischer Kamp den Bau eines Musikerzentrums vor, das für Musikerinnen und Musiker aus dem Großraum Hamburg zentral verschiedene Dienstleistungen anbietet und zu verträglichen Mieten moderne Proberäume zur Verfügung stellt. Mit interessierten Investoren laufen bereits konkrete Gespräche und eine Studie bzgl. der Bedarfe von Musikerinnen und Musikern wird noch im Jahr 2009 vorgelegt. Mit einem solchen zentralen Musikerzentrum würde im Quartier eine neue Nutzungsart Einzug ziehen, die eine kulturelle Belebung bewirken und ein Anziehungspunkt für die Musikszene sein würde.  

Das Musikerzentrum würde zudem Räumlichkeiten für die derzeit im Luftschutzbunker in der Humboldtstraße untergebrachten Musikerinnen und Musiker bieten. Es wäre somit möglich, hier ein musikalisches Zentrum entstehen zu lassen, wo unterschiedlichste Musikrichtungen zusammen kommen und sich gegenseitig inspirieren. Dieses musikalische Zentrum hätte Bedeutung für ganz Hamburg.  

Daher bitten wir die Bezirksversammlung:  

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung möge sich dafür einsetzen, dass geprüft wird, ob  das Musikerzentrum auf der Brachfläche Marschnerstraße/Holsteinischer Kamp im Rahmen des laufenden B-Planverfahrens BS 11 möglichst kurzfristig realisiert werden kann und die Musikerinnen und Musiker im Luftschutzbunker Humboldtstraße hier eine neue Heimat finden. Bis zum Zeitpunkt der Realisierung soll den Musikerinnen und Musikern im Luftschutzbunker die Möglichkeit zur Ausübung ihrer musikalischen Tätigkeit gegeben werden.  

CDU-Fraktion: Dr. Andreas Schott, Rando Aust
GAL-Fraktion: Holger Koslowski, Michael Werner-Boelz